Die Sache mit dem Kartoffelschäler und dem iPad

Qualität hat für Firmen einen gewissen Nachteil; sind die eigenen Produkte zu gut, stagniert irgendwann der Absatz. Der Markt ist bedient. Dieses Problem hatte z.B. ein Haushaltsartikelhersteller der grandiose Kartoffelsparschäler herstellte, aber trotz begeisterten Kunden bemerken musste, daß der Absatz immer mehr wegbrach. Machen wir es kurz – irgendwann wurde der Kartoffelschäler in einer den Kartoffelschalen ähnlichen Farbe auf den Markt gebracht, was den Umsatz wieder ankurbelte, da fortan der Schäler auchmal mit den Schalen entsorgt wurde.

Eigentlich hat Apple mit den iPad-Nutzer der ersten Gerätegeneration ein ähnliches Problem. Das iPad der ersten Generation ist noch immer ein Produkt, was den Vergleich mit den neuen Android-Tablets und dem eigenen Nachfolger nicht wirklich zu scheuen braucht.

Jetzt wird an vielerlei Orten der inkompetente Mund aufgerissen und etwas von dualcore/quadcores von den Lippen gespult. Allerdings ist dies, in einem klar definierten Benutzerscope, einfach nur eines: Blödsinn!

Das Tablett ist noch immer noch extrem mobil, die Einsatzmöglichkeiten sind eher gestiegen und wenn hier und da ein bisschen die Geschwindigkeit der CPU fehlen sollte, so bringen einem 0,5 Sekunden mehr Rechenzeit nicht um. Will man mit dem Ding spielen, dann kann es eventuell anders aussehen. Die Kameras sind meines Erachtens kein Argument. Es gibt also keine Gründe für einen iPad-Besitzer der ersten Generation übermässig unglücklich zu sein – wenn man mal vom Display absieht, welches ja durch die 3. Generation geändert wurde.

Wie also muss Apple vorgehen, um den Leuten ein neues iPad schmackhaft zu machen?

Tja, ganz einfach:
iOS 6 wird es nur für iPads ab Generation 2 geben, das Ur-iPad bleibt aussen vor.
In Anbetracht dessen, daß das iPhone 3gs weiterhin seine Updates bekommt, ist das dahinterstehende Kalkül extrem offensichtlich. Anders bekommt man die Leute wohl nicht dazu, die neuen Geräteklassen sich zu kaufen. Wirklch übel darf man es Apple wohl aber auch wieder nicht nehmen, schliesslich will das Unternehmen – wie jedes andere auch – Geld verdienen und das bekommt man eben nur, wenn man seine Produkte verkauft.

Bevor nun Androidtablet-Nutzer aus irgendwelchen Löchern hervorgekrochen kommen: Bei Euch sieht die Situation um Faktoren schlimmer aus.
Für die, die sagen: „Kauf Dir doch einfach ein neues Tablett!”
Wieso? Das Ding macht was es soll, es gibt nicht wirklich einen Grund es zu ersetzen. Das Retinadisplay zieht ein wenig bei mir, okay. Jetzt, wo das OS nur den neuen Geräten zugestanden wird… zieht es noch mehr.

Vielleicht gibt es ja aus der Richtung des Jailbreaks eine Möglichkeit, weiterhin das System mit Updates zu füttern. In Hinblick auf die Sicherheit, wäre das nicht grade schön, wenn da nichts mehr kommen sollte.

Wie dem auch sei, sonderlich schön finde ich das Übergehen des iPad Version 1 nicht.

Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt – Teil 2

Fassungslos sitze ich hier vor dem Rechner…
Es wird noch immer davon ausgegangen, daß das „Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt” im Impressum irgendwelche Bedeutung hätte. Jetzt wird dem Ganzen aber noch ein weiteres Krönchen hinzugefügt, so schreibt der Duplizierende nun Folgendes auf seiner Webseite:

Was muss in eine Honorarabrechnung rein???
In die Honorarabrechnung gehoert i.d.R. die Beschreibung
In die Honorarabrechnung gehoert ansonsten alles, was korrekterweise in eine Rechnung gehoert (Steuernummer, Kontoverbindung, Name und Adresse, ein Rechnungsbetrag, Mehrwertsteuer).

Wieso wird davon ausgegangen, daß der Blogger, dessen Artikel kopiert wurde, ein Unternehmer ist?

Man kann nur das angeben, was man auch besitzt und nicht jeder Unternehmer muß eine Mehrwertsteuer ausweisen. Ein Privatmensch kann aber eine Rechnung stellen. Würde nun der Blogger, dessen Artikel hier kopiert wurde, den Duplizierenden vor Gericht zerren – auf was will sich der Kopierer denn stützen? Auf sein „Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt” welches nicht gültig ist? Auf seinen Disclaimer, den er sich ebenfalls in die Haare schmieren kann? Auf sein schönes Äusseres? Fakt ist, der Duplizierende hat einen Artikel kopiert an dem er keine Nutzungsrechte besessen hat. Daß es sich bei dem kopierten Artikel um einen Artikel mit schöpferischem Wert handelte, hat man daran erkannt, daß auch ein Printmedium über die angestossene Thematik berichtete.

Wie dem auch sei, ich bin wirklich schockiert von dem an vielerlei Orten herrschenden Rechtsverständnis.

Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt

Vorweg: Hier wird keine Rechtsberatung betrieben, dieser Blogbeitrag soll auch nicht als solcher aufgefasst werden.

Interessant ist es schon; ein Bekannter von mir, postet einen Artikel auf seinem Blog welcher eine Welle an Reaktionen auslöst. Das ist gut so, solche Reaktionen sind durchaus gewollt. Was man aber nicht möchte, daß das eigene Werk, also der Blogbeitrag, an anderer Stelle 1 zu 1 kopiert wird. Auszüge, Zitate sind durchaus in Ordnung, aber ohne eigenes Zutun die Webseite mit fremden Content hochpushen?

Oben genannter Blogger schreibt nun eine Rechnung an den Duplizierenden und bekommt als Antwort den Hinweis, daß auf der duplizierenden Webseite im Impressum zu lesen sei: „Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt”.

Jetzt stellt sich mir die Frage, ist der Duplizierende wirklich so dämlich?
Verstösst jemand gegen das Urheberrecht (welches hier der Fall ist), resultiert hieraus nicht umbedingt eine Abmahnung. Die Rechnung kann man zudem nicht als Abmahnung sehen.

Und nun zum Wichtigsten, welcher Vollpfosten hat eigentlich erzählt, daß dieser Schwachsinn „Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt” irgend einen Abmahnenden interessiert? Ach, ich weiß! Es ist dieses „Wenn Millionen Fliegen um die Sche**e kreißen!”-Symptom.

Man kann für sich nicht in Anspruch nehmen, geltende Gesetze für sich ausser Kraft zu setzen. Da kann man sich die Seele blutig tippen, es funktioniert nicht! Was funktioniert, ist die Gründung eines eigenen Bananenstaates, was aber das nötige Kapital voraussetzt.

Und, hinzukommend wirkt das „Keine Abmahnung ohne vorherigen Kontakt” vor Gericht eher so, als wüsste man, daß auf der eigenen Webseite etwas geschieht, was gegen geltendes Recht verstösst.

Und was macht man nun am Besten? Diesen dämlichen Passus von seinen Nutzungsbedingungen entfernen. Ebenso, wie das „Links Dritter” welcher in vielen Disclaimern erscheint.

Ach, daß eine ladungsfähige Adresse bei der duplizierenden Webseite fehlt lassen wir mal aussen vor. Wenn man von sich selbst als „Zeitung” und im Plural spricht, ist ja eigentlich von einer juristischen Person auszugehen und da gibt es ja den Zwang der vollständigen Adresse mit Umsatzsteuer und Pipapo. Hach, Deutschland – Anwälte hör ik trapsen.

Er zensierst, sie zensieren, wir zensieren – für Euch!

Wäre es nicht schlimm, wenn man plötzlich das Falsche lesen müsste?
Zum Beispiel Kritik an korrupten Systemen, Berichte über menschenunwürdige Lager, oder politische Gesinnungen, die dem aktuell amtierenden Staatsapparat nicht genehm sind? Aber hierfür gibt es Zensur die man unter dem Deckmantel des „Es ist gut für Euch!” regelmässig zu verstecken versucht. Gerne wird hier auch Kinderpornographie vorgeschoben, damit das Fussvolk eben denkt: „Es ist gut für uns!”

Interessant hierzu: http://www.youtube.com/watch?v=B7C22mAuHBI
sowie: http://www.youtube.com/watch?list=UU6gKCKdFvrfjBXSWy9T9csw&v=ovIEmOVVtwg&feature=player_detailpage

Es wird natürlich vom Publikum im Video geklatscht, weil die Anwesenden von der Thematik keinerlei Erfahrung haben. Zumal man der netten Dame auch schon mehrmals versuchte zu erklären, daß ihr Vorhaben technisch gar nicht möglich ist. Hierzu sei dieser Text empfohlen, den wirklich JEDER mal gelesen haben sollte: http://www.danisch.de/blog/2011/06/21/wie-die-deutsche-internet-kinderpornosperre-zustande-kam-und-zugrunde-ging/

Vorgestern präsentierte dieses Blog, im Zuge des Schwarzstreiks (SOPA) nur eine schwarze Page.
Weitere Informationen sind hierzu zu finden auf: http://en.wikipedia.org/wiki/Stop_Online_Piracy_Act

Zensur? Nein danke! Adolf Hitler hat schon Bücher verbrennen lassen.

Die Arroganz der Anderen. Du arroganter Androiduser, Du arroganter iOS-User!

Gestern verfolgte ich die Reaktionen auf eine Ankündigung von SMS von gestern Nacht, daß sie zukünftig eine mobile App für ihre Webseite anbieten würden. Zuerst, und dies ist der Stein des Anstosses gewesen, würde die Applikation für iOS (also iPhone, iPad und iPods) erscheinen. Eine Android-Applikation würde erst später erfolgen.

Daran gibt es eigentlich nichts auszusetzen, das sahen aber die Kommentatoren anders und so wurde darüber gemeckert, daß das iOS bevorzugt würde.
Übrigens, braucht man nicht für jeden Dreck eine Applikation – aber das ist eine andere Geschichte.

Ich war ein wenig erschrocken darüber, als ich erkannte, daß iOS-Usern zwar hier Arroganz vorgeworfen wurde, die Arroganz aber eindeutig eher aus Richtung Android-Usern zu vernehmen war. Und ich stelle mir wirklich die Frage, was zur Hölle soll der Blödsinn denn schon wieder?

Es gibt wirklich Menschen, die so arm an Selbstbewusstsein, arm an Wissen, arm an Charakter sind, daß sie sich über ihr Smartphone definieren und zu profilieren versuchen. Dabei wird vergessen, daß dieses dümmliche Stück Elektronik nichts anderes darstellt, als ein Arbeitsgerät. Ob nun Android, oder iOS auf den Smartphones seinen Dienst verrichtet, ist eigentlich egal. Letztendlich ist es der eigene Geschmack, die Geldbörse, die die Entscheidung für ein OS geben.

Interessant fand ich auch die Experten, die ihre Meinung zum Besten gaben:

Wieso wird Apple immer bevorzugt, wo Android viel stabiler ist?

Ist dem so? Nein, definitiv – jedenfalls im Moment – nicht!
iOS ist weit stabiler als Android. Ich darf mir diese Meinung durchaus erlauben, denn ich besitze mehrere Devices auf beiden Seiten. Die Speicherverwaltung bei Android ist beispielsweise ein absoluter Graus. Die Argumentation, die immer wieder auftaucht, dass man bei Androiddevices (nicht allen) eine SD-Karte nachschieben könnte, entwickelt sich aufgrund dieser misslungenen Speicherverwaltung zu einem Pseudoargument (wenn man nicht den Speicherplatz nur für Bilder, Videos, Fotos verwenden möchte). Mein genutztes Androidphone stürzt immer gerne ab, weil der Speicherverwaltungsprozess nicht mit dem Schliessen wirklich klarkommt. Dagegen erlaubte sich das iPhone diesen Luxus nicht. iOS ist, wenn man nicht einen Jailbreak nutzt, in der Regel ein Fels in der Brandung.

Das „iOS stellt eine abgekapselte Sphäre dar“ kann daher auch als Vorteil gesehen werden.
Wärend bei Android viele User sich Antivirenprogramme ziehen (die im Übrigens mit 5% Erkennungsrate nicht die Programmzeilen, die sie beinhalten wert sind), kann man diesen Schritt bei iOS überspringen. Vorausgesetzt, man bedient sich, wie gesagt, der Programme aus dem Appstore. Android reizt dann wiederum mit seinem Java (I love it!) als Programmiersprache, welches freizugänglich ist und von mehr Programmierern genutzt wird als das ObjectiveC, welches Apple präferiert.

Und, was diese Statussymbol-Sülze angeht:
Jeder Depp kann sich ein iPhone kaufen, wie auch jeder Depp an ein Android-Smartphone kommen kann. Wer ein iPhone präferiert, der macht das nicht (und dies ist in vielen Android-Userköpfen verankert) umbedingt deswegen, um jemand darzustellen. Um es nocheinmal klar zu sagen: „Durch ein Smartphone mit Googles Android, durch ein Smartphone aus dem Hause Apple, stellst Du NICHTS da!“.

Es gibt eben auch Solche, die das iPhone dem Android vorziehen, weil sie einfach ihr Gerät nutzen wollen, ohne an Stelle X das System so einzustellen. Mit iOS geht vieles schneller, es ist noch durchdachter als Android. Apple geht gerne den Weg der Vereinfachung und dies macht auch einen großen Teil des Reizes an dem System aus. Schliesslich möchte der ein oder andere einfach mit seinem Gerät arbeiten, seine Medien einfach konsumieren und nicht erst Punkt X besuchen, B einschalten um dann zum Ziel zu kommen.

Im Übrigen, weil es so gerne angeführt wird: Kinderarbeit/Arbeitsbedingungen u.s.w. bei Apple. Wer dies als Argument anführt, vergisst, daß auch ein Teil seines Android-Devices aus diesen Hallen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit stammt. Bei einem Betrieb mit EINER Million Angestellten, daß muss man sich auch dies vor Augen halten: In einer Grossstadt Deutschlands, die – sagen wir mal – 150.000 Bewohner hat, wie viele Selbstmorde werden da tagtäglich begangen? Und ja, es MUSS sich etwas bei Foxcon diesbezüglich ändern. Aber dennoch sollte man nicht sich von Medien dazu verleiten lassen, daß Vorgedachte zu übernehmen und auszuleben: Apple ist den Medien (Fernsehen, Zeitungen) ein Dorn im Auge.

Also, liebe Appler, liebe Androidler… Seid nicht arrogant, nutzt Euere Devices und freut Euch eures Lebens. Es gibt nämlich noch anderes als das!

Mach es einfacher – zwei tolle Mac OS X Tools

SecondBar
Wer mehr als einen Monitor unter OS X betreibt kennt das – die Menuleiste steckt auf dem Hauptbildschirm und man muss mit der Maus einen unnötig weiten Weg nehmen um an seine Menus zu kommen. Vorteil daran natürlich, dass man ein wenig mehr Bildschrimfläche durch das Fehlen der Menuleiste hat, aber die Nachteile überwiegen.

Nun fand ich ein wirklich tolles Tool, welches sich dem Problem angenommen hat und schlicht und ergreifend die Menuleiste auf den zweiten/dritten/vierten Monitor dupliziert: SecondBar welches hier zu finden ist.

BetterTouchTool
Vom gleichen Entwickler (und ebenfalls hier zu finden) kommt das BetterTouchTool, welches den Wunsch nach einem TrackPad, wenn man die Magic Mouse besitzt, fast gänzlich in den Hintergrund drängen lässt. Die Produktivität mit der MagicMouse (auch vom TouchPad, wenn man denn eines besitzt:)) wird extrem erhöht und die lieblose Apple-Mauseinstellungsorgie kann auf ein Mindestmass beschränkt werden. Normalerweise würde man dieses Tool sich von Apple erwarten, mitgeliefert durch das Betriebssystem. Vielleicht sollte der neue CEO sich den Entwickler einverleiben und seine Ideen in das Betriebssystem einfliessen lassen, den was Apple mit Lion (ja, ich hau wieder auf Lion drauf!) an der Oberfläche abgeliefert hat ist für mich eher ein Rückschritt und nicht wirklich innovativ.

Lion – das neue Windows Vista

Obige Aussage habe ich in einem Forum gelesen und ich muss dem schon irgendwie zustimmen. So richtig warm werde ich mit dem Löwen noch immer nicht. SnowLeopard wirkte elegant, schnell, Lion behäbig – vielleicht gehört sich das so für einen Löwen?

Meine Wenigkeit wechselte von einem MacBookPro Mid2009 nun zu einem Mac Pro.
Lion (Mac OS X 10.7) und der Taschenrechner mit seinen > 10 Gigabyte RAM und der SSD (Lion startet innerhalb von gefühlten 15 Sekunden) verstehen sich weitaus besser, als Vista, pardon, Mac OS X Lion mit dem MBP.

Allerdings offenbaren sich noch immer Bugs im Finder die ich persönlich als peinlich für die Programmierer aus Cuppertino empfinde.

Ein Beispiel: Scrolle ich schnell durch das Verzeichnis mit meinem Mausrad, stürzt der Finder hin und wieder ab, öffnet sich daraufhin neu (immerhin öffnet er sich neu, auf dem MBP wurde versucht den Finder neu zu starten, dabei blieb es. Resultat: Neustart um wieder an den Finder zu kommen) und man kann im gleichen Verzeichnis weiterarbeiten.

Interessant ist auch die Migration von SnowLeopard auf Lion.
Macht man diese (hier habe ich momentan eine Cleaninstall laufen) und besitzt – so wie ich – einen älteren Samsung-Drucker, kommen die Treiber mit. Macht man einen Cleaninstall und versucht dann die Treiber nachzuinstallieren, wird man Dank dem Verzicht Appels auf Rosetta (welches die PPC-Programme ermöglichte) vor Probleme gestellt. Da ich auf meine Kopierstation nicht verzichten möchte, zumal der Toner einem so nett hinterhergeworfen wird, werde ich mir dahingehend noch ein wenig was überlegen müssen.

Wahrlich, hier hat man sich nicht mit Ruhm bekleckert…

Alle Jahre wieder…

jedes Jahr bekommen meine Kinder Listen, auf denen zu ersehen ist, welche Dinge sie für das kommende Schuljahr benötigen. Was mich daran stört, ist diese nicht zu erklärende Markentreue zu Pelikan und ich frage mich ernsthaft, wer hier die Hand aufhält.

Schon zu meiner Schulzeit stand auf dem Zettel Pelikan als favorisierter Füllfederhalter. Das ging sogar soweit, daß meine Lehrerin nicht sonderlich amused war, als ich mit einer anderen Marke in der Schule auftauchte.

Zuvor hatte ich, linientreu, Pelikanfüller. Leider hatten diese einen Materialfehler und zerbrachen regelmässig in zwei Hälften. Erst als ich mir einen Lamy-Füller kaufte, endete das Dilemma mit zerstörten Füllfederhaltern.

Heute würde ich ebenfalls keinen Blumentopf gewinnen, habe ich doch eine starke Affinität zu Mont Blanc entwickelt. Wer einen Kugelschreiber auf meinem Schreibtisch sucht, sucht vergeblich…
Durchaus hat Pelikan auch qualitative Füllfederhalter, die tragen ein M in der Modellreihe vorn, sind aber nicht grade die Preisklasse, die man seinem Kind in die Schule mitgeben würde.

Ich frage mich wirklich, wieso kein Hersteller, der nicht sich Pelikan schimpft, noch keine Klage wegen Wettbewerbsverzerrung angestossen hat. Pelikanfüller, Pelikanmalkasten… und Kieserblöcke… alles vorgeschriebenes Zeug, bei dem es besseres gibt.

Mich ödet es an, ich brauch kein iPad mehr!

Diesen Satz bekam ich gestern von einem Freund per Skype geschickt.
Ich fand die Aussage interessant, besonders die Antworten, nachdem ich fragte, wieso er das iPad nicht mehr brauchen würde:

was mach ich schon damit?
feeds nerven
lesen geht kaum oder nur schlecht

Das unterstreicht meinen Gedanken hervor, daß die Nutzung der Tablets stark von den Leuten davor abhängt.
Meine Lebensabschnittsgefährtin zum Beispiel, rührt ihren Notebook nicht mehr an, nimmt für den ganzen Krempel das iPad.
Ich selbst missbrauche das Ding zum Lesen, lese sogar gerne damit, bemängele aber die Schärfe des Displays. Jeden Abend, jeden Morgen wird das Tablet genutzt, dazwischen arbeite ich an meinem MacBookPro, welches in Kürze einem Mac Pro weichen wird.

Ich persönlich will/kann kein Tablet mehr missen, auch wenn ich, zur Markteinführung, vor dem iPad stand und sagte: „Hui, ein iPod in gross, wie innovativ – GÄHN!”

Es muss aber kein iPad sein! ASUS mit seinem Transformer ist ein geniales Device, welches dem Eindruck nach, wirklich mal eine echte Konkurrenz zu dem Fallobst aus California ist, welches derzeit allen und jeden verklagt, weil sie angeblich ihre Patente verletzten. Apple ist eben ein Unternehmen, da geht es um Geld, da nutzt man jedes Mittel – wir sind ja nicht auf einem Ponyhof. Der Schuss, bei dem das Projektil die Anwälte sind, kann aber gehörig nach hinten losgehen. Diese Mittelchen, die hier zum Einsatz kommen, werden von den Nerds nicht gerne gesehen. Und – Recht haben sie, aber dummerweise beide Seiten.

Das Samsung Galaxy, das Asus Transformer, beides tolle Devices die dem iPad schöne Konkurrenz machen – ich bin gespannt, was von Google, pardon, Motorolla kommen wird. Das Transformer von Asus jedenfalls, wird zu einem netten Transformers, wenn man die Tastatur mit Akku dranklopft – mein heissester Favorit, wenn es kein iPad sein soll! Es bleibt spannend, spannend!

Hallo SnowLeopard – Tschüss Lion!

Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein, ist es aber nicht!
Nachdem mich vor ein paar Stunden die SnowLeopard-DVD angrinste, bin ich von OS X 10.7 zurück zu OS X 10.6 gewechselt. Im Moment läd sich mein SchneeKatzerl die Updates runter und ich fühle mich wieder zu Hause.

Gründe:

  • Wie bereits gesagt, Lion hat ein Problem mit Multidisplay-Umgebungen. An meinem MacBookPro hängen zur Zeit zwei externe Monitore dran, die Produktivität ein wenig erhöhen sollen. Unter Lion funktioniert zwar der Treiber für die USB-Grafikkarte gut, aber Lion selbst (laut DisplayLink-Forum) soll einen Bug haben, der sich darin äussert, dass das Drag & Drop nicht mehr funktioniert.
  • Der Finder von 10.7 wurde verschlimmbessert. Gerne verabschiedet sich das Ding (Finder) im Nirvanna und ein normales Abschiessen des Tasks hat nur zur Folge, dass man warten darf um danach den Rechner mit einem Neustart zu beglücken.
  • Wärend dem Kopieren auf Netzwerkplatten, hängt sich der Finder ebenfalls gerne mal weg.
  • Meine im Rechner verbaute Platte konnte ich im Finder nur über Umwege finden – was an mir selbst liegen kann.
  • Expose/Spaces ist unter SnowLeopard irgendwie sinniger, einleuchtender gelöst. Auch wenn ich Spaces, aufgrund der Monitoranzahl selten verwendete.
  • Mit dem iPad steuere ich gerne über VNC meinen Rechner. Lion verweigerte öfter den Dienst, verabschiedete sich sogar in einem Trap, was zur Folge hat, dass man den Rechner auf die harte Weise neu booten kann. Apple hat also an VNC rumprogrammiert und wirklichen Mist gebaut.
  • Die Gestensteuerung unter Lion ist mit der MagicMouse grottig, zu schlecht auf den eigenen Bedarf einzustellen und führt zu dem Verlangen nach einem MagicTrackpad.
  • Launchpad ist ebenfalls ein matschig anzusehender Quark den man so gar nicht von Apple gewohnt ist. Man kann es nutzen, muss man aber zum Glück nicht. Da nutze ich lieber Spotlight und habe schnell das gewünschte Programm.
  • Nach fast jedem Neustart hat Spotlight nichts besseres zutun, als den Rechner neu zu indexieren, was bei dem ständig sich verabschiedenden Finder zu oft notwenig ist.
  • Der Rechner ist meines Erachtens nach insgesamt langsamer. Sicher, mein MacBookPro von Mitte 2009 ist nicht der Jüngste, reicht aber normalerweise vollkommen aus um zu entwickeln. Und genau das geht hier von Statten, es wird gearbeitet, nicht gespielt und die neuen Features, die für mich Rückschritte darstellen (Ein Mac ist kein iPad und ein iPad kein Mac) sind recht schnell durchgespielt, zumal sie sowieso nicht sonderlich erheiternd sind.
  • Kurz und knapp:

    Apple hat sich mit Lion wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Der Workflow, der mir bisher Zeit sparte und deswegen OS X so wertvoll machte, ist ständig durch Unzulänglichkeiten zerhackt. Durch die ständigen Neustarts, sprich die fehlende Stabilität versucht OS X sich die in Jahren mit Tiger und SnowLeopard gesparte Zeit zurückzuholen. Es wird wirklich Zeit, dass Apple schnell erkennt, dass der gewählte Weg der falsche ist. Dieses „Wir bringen die Goodies von iOS auf den Mac” ist genau das geworden, was ich bei der Vorstellung befürchtete. Unausgegorener Käse, der auf einem richtigen Computer nichts zu suchen hat. Under the Hood hat sich einiges getan, was sich aber durch den miserabelen Finder nicht an der Oberfläche zeigt und das Benutzererlebnis in den Keller katapultiert.

    Tschüss Lion, bis demnächst – denn Du wirst auf zwei anderen Rechnern Deine Arbeit verrichten müssen.