Mein Pril, Dein Stil – aber schreib bloss nix falsches!

So, ein zweiter Artikel über die SocialMedia-Aktion von pril, oder besser Henkel.

Nachdem meine Lebensabschnittsgefährtin pril auf dessen Facebookseite sagte, daß diese doch etwas gegen das Pushen von Designs machen sollte – Captchas wären hierzu z.B. ein sinnvolles Mittel – hat man ihre Designs gelöscht und ihre Beiträge von der Facebook-Fan-Seite entfernt.

Ihr Lieben von Henkel, nehmt es mir nicht übel, so funktioniert SocialMedia nicht und ihr solltet Euch von jemandem beraten lassen, der sich damit auskennt. Zwei bekannte Größen, mit großen Firmen im Portfolio, kann ich Euch dahingehend gerne nennen. Ein Mundtodmachen von unliebsamen Kommentatoren, kann in der Internetsphäre ganz schnell nach hinten losgehen und so würde die “mein pril, mein Stil”-Aktion grade den negativen Effekt für die Marke pril mit sich bringen.

Zum ursprünglichen Beitrag.

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Ich will Dich nicht kennen! – Im Land der Dichter und Denker

Es ist schon interessant, wie manche Menschen mit ihrer Privatsphäre umgehen. Sicher, soziale Netzwerke sind toll – na ja, nicht wirklich, jedenfalls würde mir persönlich nichts wirklich fehlen, wenn in Bill Kaulitz Manier (Schlimm, schlimm!) sie plötzlich weg wären.

Nur, muss man den wirklich sein Leben, oder das was man als Leben bezeichnet, der Öffentlichkeit präsentieren? Besteht das Leben wirklich, für manche, nur aus dem Leeren der Bierflaschen, dem Abhängen vor Computer und Fernseher?

Ich meine, wenn man Geburtstag feiert, ein Bild der Torte, der Geschenke, alles durchaus legitim. Aber Bilder von besoffenen, schlafenden Leuten in Bettwäsche der 80er, die unter dem Grauschleier des Gilb leidet? Im Hintergrund Bierkästen und anderer Krimskrams der dort nichts zu suchen hat? Will man so etwas sehen?

Will das vielleicht dann auch ein potentieller Arbeitgeber sehen? Doch, der will das ganz sicher sehen! Heutzutage macht man sich ein Bild des potentiellen Bewerbers, schaut seinen Background unter anderem auch in sozialen Netzwerken an. Und bekommt dieser dann solch eine Szene geliefert, stellt man solche Leute wahrlich nicht ein. Das ist natürlich gut für die, die gar nicht eingestellt werden wollen.

Interessanterweise findet man solche Bilder primär bei Wer kennt wen, welches sich sowieso auf dem absteigenden Ast der sozialen Netzwerke befindet. Das dort ansässige – offensichtliche – Hauptklientel, welches nicht die eigene Muttersprache in den Grundzügen beherrscht, ist wohl nicht ganz unschuldig daran.

Und so kommt es eben auch, daß meine Wenigkeit inzwischen nicht jedem, der mal neben einem wohnte, mit dem man zwangsläufig die Schulbank drückte und vielleicht auch sonst in anderen sozialen Schichten unterwegs ist, eine Verbindung zur eigenen Person erlaubt. Bei Wer kennt wen ist mir das wahrlich schnurz und interessiert mich zwischenzeitlich in dem Masse, wie der bekannte Sack Reis in China, der der Gravitation nachgegeben hat.

Arrogant? Nein! Schliesslich umgibt man sich, in der Regel, mit Seinesgleichen und ich – es darf gelacht werden – war gestern nach der einen Flasche Bier schon beschwippst, weil es das erste Bier in diesem Jahr war, welches ich getrunken habe. Meine Lebensinhalte sind andere und drehen sich nicht um das Beglücken seiner Nächsten, dem Konsum von unterschiedlichen Billigbiersorten, dem Genuss von Fastfood bei amerikanischen Ketten und auch nicht dem Beklagen über die Regierung auf einer infantilen Ebene. Wenn Gespräche mit Anderen zur Tortur werden, weil ein belangloses Thema, welches dem Sauerstoffverbrauch während der Diskussion nicht würdig ist, meine Zeit kostet – warum sollte ich mich dann mit solchen Menschen abgeben?

Und so passiert es, daß ich den Ein oder Anderen nicht kennen will, vielleicht auch weil man von seiner Person aus falsche Rückschlüsse auf mich ziehen könnte.

Einer, der mit mir die Schulbank drückte meinte, als ich ihm anbot einen Kontakt zu einem weiteren Schulkameraden herzustellen: “Du, lass mal! Hab mich zwar damals mit dem ganz gut verstanden, aber muss nicht…” – ich kann ihn immer besser verstehen. Manche Menschen muss man einfach nicht kennen.

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mein Pril, Dein Stil…

Henkel betreibt momentan eine durchaus nette Aktion. Über eine kleine Webapplikation in Flash, ist es dem webaffinen Menschen möglich, seine eigene Prilflasche zu designen, diese der Öffentlichkeit zu präsentieren und bewerten zu lassen.

So schön der Designer auch programmiert ist, aber die Umsetzung dahinter birgt ein paar Probleme. Die Jungens und Mädels von Henkel sprechen auf ihrer Facebookseite von Sicherheitsmechanismen, die nicht genauer beschrieben werden sollen. Vielleicht auch deswegen, weil es keine gibt?

Wer findet den Fehler? :)

Mit einfachen Mitteln ist es möglich, das eigene Design in die Sphären der ersten fünf Seiten zu bomben. Eigentlich wäre es einfach zu unterbinden, mit einem einfachen im Netz bekannten Captcha wären diese Pushversuche Geschichte, doch hätte dies dann den anderen Effekt, dass Henkel nicht mehr so in den Medien vertreten ist, denn witzlose Designs machen sich auf den ersten Seiten breit, die auch aus den Federn meiner Kinder stammen könnten. Der Spruch: „Schmeckt lecker nach Hähnchen!”, beleuchtet durch viel Presse, ist aber dann zu Recht auf Platz 1. Nachahmer bomben sich aber selbst nun nach vorne.

Durch die fehlenden Sicherheitsmechanismen kommt nun aber der fade Beigeschmack hoch, der einem den Spass ein wenig verdirbt. Cest la vie!

Link zum anderen Artikel bezüglich pril.

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Wenn ein Gewinn einem gar nicht mehr freut

Am 08.11.2010 belegte mein Blog, mit einem Beitrag, den zweiten Platz in einem Gewinnspiel – Ihr erinnert Euch?

Ich gewann ein AppleTV der zweiten Generation. Selbst würde ich mir dieses Ding nie kaufen, weil ich kaum, bis gar nicht mehr mich an den Fernseher begebe. 
Die Freude, die ich (man muss leider das Wort “damals” nutzen) damals empfand, ist dem Geschmack der Galle, die einem bei dem Ganzen hochkommt, gewichen. Selten habe ich so viel Dreistigkeit, Unverschämtheit, Lügerei und Ignoranz erleben können, wie in diesem Fall.

Man muss sich vor Augen halten, es gingen nun geschlagene vier Monate ins Land und ich war bis Dato immer freundlich und zu Kompromissen bereit. Das hat sich nun geändert!

Wäre mir ***** nicht so sympathisch gewesen, wäre ich schon lange beim Anwalt meines Vertrauens, um über dem rechtlichen Weg diesen Gewinn einzuklagen. Denn, auch wenn in jedem dümmlichen Gewinnspiel der Passus “der Rechtsweg ist ausgeschlossen” steht, so kann niemand geltende Gesetze ausschliessen. Solltet Ihr also einmal etwas gewinnen, dann steht Euch dieser Gewinn auch zu. Der Weg zum Anwalt, den ich wohl nun gehen darf, wird die Sache für den Guten aber nun noch teurer machen.

Aber erzählen wir doch die ganze Geschichte.
Startet man ein Unternehmen, ist es sinnvoll, über gewisse Wege eine höhere Linkdichte (gut für die Position bei Google) für die eigene Webpräsenz zu erreichen. Ein Gewinnspiel ist ein probates Mittel um dieses Ziel zu erreichen. Das dachte sich wohl auch ******, der Inhaber des veranstaltenden Unternehmens *******.

Die Leute sollten einen Text zu einem bestimmtem Thema verfassen und dabei auf sein Blog, respektive auf seine Firmenwebseite verlinken. Daraus resultiert, dass am Ende einige Links, themenrelevant, auf seine Webseite verweisen. Am Ende des Gewinnspiels, schaute sich eine Jury die Blogbeiträge an und stimmte ab, wer wohl der Beste, bzw. der beste Beitrag sei. So kam heraus, daß meine Wenigkeit den zweiten Platz belegt und das Apple TV gewinnt.

Besagtes Apple TV war eine Stiftung eines anderen Unternehmen und ich sollte mich an den Herrn wenden, zu dem das Unternehmen gehört. Also übersendete ich meine Adresse und bekam zu hören, daß es Lieferschwierigkeiten gäbe und die Geräte von Apple nach und nach eintrudeln würden. Als dann nach längerer Wartezeit, es war der 4. Dezember, kein Bote mir ein Apple TV überreichte, sprach ich via Skype den Herrn, der das Apple TV stiftete, an einem Samstag an. Ich bekam ein: “Wochenende? Da will ich nichts von der Arbeit hören!” zu lesen. Durchaus legitim, dennoch lies ich es mir nicht nehmen, nochmals zu sagen, dass da etwas ist, was noch nicht versendet ist. Wieder bekam ich die Ausrede von Lieferschwierigkeiten zu hören.

Einige Tage später hatte der gute Mann mehrere Apple MacBook zu verkaufen und so sprach er mich darauf an, ob ich nicht eines davon kaufen möchte. Ich war ein wenig verwundert, denn jemandem, der mir etwas schuldet, dem werfe ich nicht noch Geld in den Rachen, damit ich am Ende dann gleich zwei Sachen hinterherlaufen darf. Das Gespräch gipfelte dann darin, dass mir eine überzogene Erwartungshaltung vorgeworfen wurde. Überzogene Erwartungshaltung, das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Wo ist denn bitte etwas überzogen, wenn man seinen Gewinn einfordert, vor allen Dingen nach so einer langen Wartezeit, die kaum ein anderer über sich ergehen hätte lassen? Ich bat sogar an, mir einfach den Einkaufspreis für das Apple TV zu überweisen. So wären Lieferschwierigkeiten kein Argument mehr. Mir wurde gesagt, dass ich mich an den Initiator des Gewinnspiels zu wenden hätte und man auch keine Preise verlost, die man nicht hat. Kurz, eine richtig üble Nummer.

Ich hatte nicht grade die Zeit und die Lust mich darum zu kümmern, aber auf das Apple TV mochte ich dann doch nicht verzichten. Mein Ansprechpartner ist und war die Stelle, bei der ich das Gerät gewonnen habe, also schrieb ich am 26. Dezember eine eMail, daß sich ****** mal etwas einfallen lassen muss. Wieder bat ich eine Auszahlung an.

Dann, am 24. Januar setzte ich eine Frist, daraus resultierend, wollte ***** dem Stifter eine Frist setzen. Na ja… Am 7 Februar dann… erneut eine Frist, diese verstrich und nun, am 21. Februar, nachdem ich erneut auf die Füsse tappte (treten kann man das ja nicht nennen), bat er mir an, sein eigenes Apple TV einzutüten, oder bis März zu warten, damit er ein neues kaufen kann um es mir zu senden. Ich erklärte mich bereit sein eigenes AppleTV zu nehmen, weil ich diesen Schwachsinn endlich vom Tisch haben wollte.

Sein Text:
26.02. Ich verpacke das Apple TV am Wochenende, nächste Woche bekommst Du es zugeschickt.
03.03. Ich habe EBEN GRADE (ungelogen) daran gedacht, das Apple TV einzupacken. Mach ich eben mal.
04.03. Habs immer noch nicht geschafft. Montag kann ich es versenden, vielleicht Morgen.

Am 11.03 schreib ich ihm, keine Antwort, 14.03 schreib ich ihm erneut, wieder keine Antwort. Bei Twitter und Facebook kann man lesen, dass er ein überdurchschnittliches Einkommen hat, dass er sich einen Badminton oder Squash-Krempel kauft und schön mit seiner neuen Flamme essen geht. Da sitzt man dann hier und schüttelt nur mit dem Kopf.

Wenn ich nächste Woche die Zeit finde, werde ich zum Anwalt gehen und den Kram nun endlich über dem Rechtsweg einklagen. Die ganze Sache zeigt mir aber wieder, egal wie sympathisch jemand einem ist, er ist nur ein Mensch und die sind eben verlogene Nasen. Ich wollte einem jungen Menschen, der grade dabei ist, sein Leben auf die eigenen Füsse zu stellen, keine Steine in den Weg werfen, das macht unsere Regierung schon zur Genüge. Nur, verarschen muss ich mich auch nicht lassen.

Gewonnen hätte ich das Apple TV im Nachhinein lieber nicht, denn das was mich das Ding an Zeit kostete, ist ein höherer Verlust als das Ding an Wert besitzt. Es geht hier aber ums Prinzip, ansonsten verlose ich nun auch etwas nur um die Linkdichte eines meiner Projekte zu pushen.

[UPDATE 17.03.2011] Heute kam die Christel von der Post und hatte das AppleTV nun dabei. Die Sache ist für mich gegessen und deswegen habe ich die Unternehmensnennung, sowie den Namen unkenntlich gemacht. Wie schon in den Kommentaren erwähnt, will ich dem jungen Mann nichts Böses, zumal er selbst Opfer einer uneingelösten Versprechung wurde, das hat aber mich als Gewinner eines Preises nicht zu tangieren.

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Subversion auf dem Mac

Jeder professionelle Entwickler, ich behaupte das nun einfach mal, kommt früher oder später an den Punkt, an dem eine Versionsverwaltung wie z.B. Subversion sinnvoll erscheint. Ich persönlich möchte inzwischen nicht mehr darauf verzichten, also habe ich mir auf meinem Server-Mac Subversion installiert um dieses dann, mit der netten Software Versions von Sofa, von meiner Entwicklermaschine aus anzusprechen.

Bis Dato hatte ich MAMP laufen (Für Windowsuser: Dies ist äquivalent mit XAMP, nur eben für OS X Maschinen). Ich war recht erstaunt darüber, daß es so schwer sein soll, Subversion in Verbindung mit dem Apachen aus dem MAMP-Paket zum Laufen zu bekommen. Noch verwunderter war ich, als ich ein Softwarepaket fand, welches diesen Service schnell und einfach, inklusive Tracs (einer Software um die Entwicklung mit Tickets, Roadmaps zu spicken), zum Preis von 9 Euro feilbietet. So schwer kann es doch wohl nicht sein, Standardsoftware, die ich innerhalb von 5 Minuten auf einem Linux-Server-System installiere, auf ein OS X System zu heben, oder?

Letztendlich habe ich es dann sein lassen und mir den Apachen geschnappt der bei Snow Leopard schon seinen Dienst verrichtet. MAMP nervte mich schon länger, auch wenn es weiter auf meiner Entwicklermaschine seinen Dienst verrichten wird. Ich persönlich habe lieber echte Pakete, als ein zusammengeschnürtes Paket, welches mir mit einer grafischen Oberfläche das Leben versüssen soll, aber den normalen Workflow (der eben von einer Linuxmaschine und nicht von einem OS X-System abzuleiten ist) verfälscht.

Wie dem auch sei, nachdem ich den Subversionserver eingebunden, die nötigen Module in der Apache httpd.conf angegeben hatte, habe ich nun wieder einen lauffähigen Subversionserver in meinem Netzwerk, den ich nun befülle.

Solltet Ihr jemals in die Situation kommen, Euren MAMP mit Subversion beglücken zu wollen – spart Euch die Zeit, nehmt den normalen Apachen!

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ipad2 – Ui! Brauch ich nicht:)

Gestern war es soweit – Apple stellte sein neues iPad vor, welches meines Erachtens eher iPad GS, angelehnt an den Update des iPhone 3G, anstatt iPad2 heißen sollte.

Ich selbst besitze das iPad und dachte mir, bevor ich es kaufte: Brauchst Du nicht! Inzwischen hat sich das iPad zu einem “Immer dabei”-Begleiter entwickelt, den ich wirklich nicht mehr missen will. Viele bezeichnen es als Spielzeug, aber das hängt wirklich vom Benutzer ab. Viele nennen es Statussymbol, aber sorry, das ist ein Arbeitsgerät! Nennen Handwerker Bohrmaschinen der Marke Hilti untereinander das Ding Statussymbol?

Während ich von meinem Arbeitsplatz weg gehe, nehme ich in den meisten Fällen mein iPad mit. So kann ich, wenn ich mich wo anders aufhalte, immer noch produktiv sein. Und selbst wenn ich hier an meinem MacBookPro mit seinen drei Monitoren sitze, liegt das iPad daneben und ich lese meine Fachliteratur, anstatt auf einem der Monitore, lieber auf dem iPad. Früher war ich Verfechter der eInk-Devices und sagte: “Anstatt des iPads, lieber lesen auf einem eInk-Device!” das hat sich aber inzwischen geändert. Auch ich kann mich irren! Warum? Weil sich PDFs besser auf dem iPad lesen lassen.

Kommen wir aber mal zur Neuauflage. Ich kann nicht verstehen, dass iPad-Besitzer der ersten Generation das iPad2 umbedingt haben wollen. Mir kann keiner erzählen, dass er es in Erwägung zieht, mit einem Brett vor dem Kopf durch die Gegend zu laufen, um irgendwelche Videos zu filmen. Ich persönlich würde mir dabei ziemlich bescheuert vorkommen und es wäre eine absolute Ausnahme für mich, dies mal mit dem iPad machen zu wollen. Hätte ich nun keine Device mit höherer, besserer Kamera als es das iPad2 zur Verfügung stellt, okay! Aber sonst? Und Facetime geht mir am Gesässmuskel vorbei. Ich will meine Hackfresse keinem zumuten und die meisten Gesichter von anderen Leuten vermiesen mir den Tag, weil sie ebenso besch…eiden auf mich wirken:). Ergo, ist mir die Frontkamera total wurscht.
Garageband geht auf dem iPad2, klasse! Es ist ein schönes Programm, aber es gab davor auch schon Musik-Software auf dem iPad, dafür brauch ich keine Neuauflage.

Das iPad2 hat einen DualCore-Prozessor, ist doppelt so schnell und hat 9 mal mehr Grafikpower. Toll! Und? Die Spielchen die ich hin und wieder darauf spiele, deren Reiz macht nicht die Grafik aus und wenn ich spielen will, ziehe ich unsere Konsolen, oder gar mein MacBookPro dem iPad vor. Für mich ist eben das iPad Werkzeug.

Leichter, dünner ist es geworden. Das ist fein! Denn das bemängele ich beim iPad, dass es so schwer ist und dick, nur rechtfertigt das nicht, daß ich mein iPad verkaufe um mir das neue zu zulegen, denn… durch den schnelleren Prozessor lese ich nicht schneller und meine Termine habe ich auch nicht schneller abgearbeitet.

Ich denke, für viele ist der Wunsch nach dem iPad2, wenn sie denn das alte iPad schon haben, viel mehr so, dass sie wirklich Apple-Fanboys geworden sind. Für mich sind Appleprodukte einfach Werkzeuge, die mir den angenehmsten, effektivsten Workflow bieten und da lasse ich mir auch nicht von den Möchtegernpowerusern mit ihren Windowsmaschinen reinreden, denn die wissen nicht, welche Dinge ich mache. Ich würde mir ein neues iPad zulegen – ja, doch, würde ich! Wenn mein altes defekt wäre! Oder, wenn Apple einen höher auflösenden Screen bringt, denn etwas mehr Schärfe beim Lesen wäre wirklich klasse!

Irgendwann kommt Apple damit raus, einem höher auflösenden Screen. Bis dahin werde ich mein altes iPad so lieben, wie vor dem iPad2. Es wird meine PDFs zum Lesen anzeigen, ich werde Abends im Bett mit meiner Frau Serien vom Rechner im Büro streamen, es wird mir die Rezepte von Chefkoch.de beim Kochen zeigen, ich werde mich vom iPad navigieren lassen und unterwegs werde ich auch weiterhin, in schönem Case, schauen, welche Zutaten ich für meine Gerichte brauche. Ja, und ich werde auch weiterhin unterwegs mit dem iPad schnell nach Informationen suchen können.

Fazit: iPad2? Ja, wenn mein iPad sterben sollte! Sonst nicht! Wer noch kein iPad haben sollte, die alte Version ist nun günstiger und der Kauf lohnt. Aber nehmt ein 3g, das hat, im Gegensatz zur Wifi-Version ein GPS eingebaut und meine Frau lässt ihre Wifi-Version immer hier und nimmt meines mit, wenn sie mal unterwegs ist:). Sie wollte übrigens auch kein iPad, aber als sie meines nutzte, war sie recht schnell auch begeistert – Frauen!

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Bitchfight auf Wer Kennt Wen

Wer kennt wen, das soziale Netzwerk welches von mir gerne als das asoziale Netzwerk bezeichnet wird. Warum ist das so?

Schaut man durch das ein oder andere Profil, sieht man sie, wie sie mit Bierflaschen bewaffnet davon schwärmen, daß sie ausser der Packungsbeilage der von ihnen einzunehmenden Psychopharmaka noch nie etwas bis zum Ende gelesen, geschweige verstanden haben. Interpunktionszeichen, allen anderen voran das Ausrufezeichen, werden dort oftmals in perverser Art und Weise verwendet und man fühlt sich anscheinend besonders elitär, wenn man Schwachsinn wie z.B. „mein 6rother, isch bin stolZz! Vo11 süZz” ablässt.

Sicher, bei anderen sozialen Netzwerken ist das auch vorhanden, aber nicht in dieser Schwämme. Anstatt mal ein Buch, welches sich zu der Kategorie Literatur zählen lässt, zu lesen, wird lieber den ganzen Tag vor Wer kennt wen verbracht um zu schauen, was man von der Bekanntschaft grade neues Belangloses zu lesen vermag. Wetten daß, neben dran läuft RTL2 und die Bierflasche ist in greifbarer Nähe?!

(Flickr von kaelin.severin unter creativecommons-Lizenz)

Heute fand ich bei Bekanntschaft (dazu zählen auch diese, wie in diesem Fall, die mal neben einem wohnten) dann das, was man Bitchfight nennen darf. Schlammschlachten haben ja etwas Amüsantes und verlaufen naturbedingt gerne unter der Gürtellinie…

Man stelle sich Folgendes vor, ein Mädchen (18 Jahre alt), welches ich seitdem sie die Grundschule besuchte kenne, wird Mutter. Na ja…

Nun stellt die Oma ihr Enkelkind bei Wer kennt Wen stolz ins Netz und schreibt unter ein Bild, daß sie nach 30 Stunden ohne Schlaf fix und fertig sei. Mutter des Erzeugers und nun frischgebackene Großmutter scheint auf die andere Großmutter nicht so gut zu sprechen zu sein und tippt einen Kommentar darunter:

Ob das der richtige Platz ist, einen Disput auszutragen? Unter dem Bild des Enkelkindes wird sich angekeift. Meiner Meinung nach zeigt diese Vorgehensweise das soziale Milleu. Ja, nennen wir das Kind einfach beim Namen – es ist asozial!

Da wünscht sich doch das Neugeborene direkt wieder in das schützende Becken der Mutter, oder? Und wieder werden Ausrufezeichen inflationär genutzt. Was denken sich Leute eigentlich dabei? Wird dem eigenen Wort mehr Gewicht verliehen, wenn man mehr Ausrufezeichen in einen Satz haut als man Intelligenzpunkte besitzt?

Aber hey, wenn es mit dem Deutsch nicht klappt, nimmt man einfach das Englische (worin ich als Deutscher, dessen Muttersprache eben Deutsch ist, auch nicht perfekt bin):

Alles klar? Ollways ofer dieh Ohschen!
Und, kennt noch jemand den Kinderblafaselsatz „wer Nämlich mit H schreibt”?

Ich kann die Dame Frau, durchaus verstehen. Sie stand wohl an der Seite des jungen Paares, während (wie man aus ihren Texten entnehmen kann) andere sich damit brüsten, wie gut sie doch seien. Doch ist es weder der richtige Ort (öffentlich in Wer kennt wen), noch der richtige Platz (unter den Bildern des Enkelkindes) um seinen Ärger freien Lauf zu lassen. Vielleicht, wer weiss, wäre es auch besser die bittere Pille zu schlucken und zu akzeptieren, daß diese Leute nun ein Teil der eigenen Familie sind?! In deren Haut möchte ich nicht stecken ;-) .

Wir, mit Kindern, wünschen uns wohl immer einen besseren Partner für unseren Spross. In diesem Fall, wünscht sich wohl die Mutter auch andere Schwieger/Gross-Eltern für ihre Söhne. Dem Kind wünscht man, nach dieser Aktion, eine andere Familiensituation.

Ich bin mal gespannt, wann die nächste Runde Bitchfight stattfindet – hoffe aber, dass der Austragungsort nicht der Rücken des Säuglings ist, welcher es sowieso nicht leicht im Leben haben wird. Popcorn werde ich mir auch mal machen – mit Butter:)

[Update]
Irgendwie schon schade – schon vorbei! Das schöne Popcorn…

Viele Ausrufezeichen später, gab die Klügere nach. Es wurde von „In dem Viertel ist das eben so” gesprochen, wobei mir noch immer nicht einleuchtet, was an Wer-Kennt-Wen ein Viertel ist. Amüsant war dann aber noch dieser Satz: “Dehmnächst kündige ich bei WKW.” – das „Dähmnächst” fiel dann sofort in die Kategorie MMD und toppte das “Live is a bitch!” um Längen! Kann noch immer Tränen lachen wenn ich an diese Verunglimpfung des einfachen Wörtchens „Demnächst” denke.

Am Ende bleibt zu erkennen, daß Gleiches Gleiches anzieht. Begibt man sich nicht nicht in solches Milleu („Man bekommt mich von der Straße, aber nicht die Straße aus mir!”-Schauder!), ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, daß man unter solchem Volk zu leiden hat. Meine Sittenstudien habe ich vor einigen Jahren, als es mir zu bunt wurde und man die Gutmütigkeit einer Bekanntschaft zu helfen, abgebrochen und genieße lieber Balzac, der die Arbeit in seiner menschlichen Komödie bereits für mich getan hatte. Da gehe ich lieber mit meinen Kindern im Zoo Affen füttern…

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Don Quichote kämpft wieder gegen Windmühlen – Im Land der Dichter und Denker

Okay, Holtzbrinck hat ein Problem, die Leute gehen lieber zu Facebook als in das eigene SocialNetwork, ein Thema für sich. Interessant aber ist dieser Artikel: VZlog Umfrage: Wie reagieren Schulen auf Probleme mit schülerVZ?, genauer gesagt, die Kommentare.

Da wird wahrlich davon berichtet, dass:
I. Schulen sich von Schülern/Eltern unterschreiben lassen wollen, daß die Schüler weder Twitter, StudiVZ, SchülerVZ, Spickmich etc. pp. nutzen.
II. Lehrer sich mit Anwälten bewaffnet vor Schüler und Eltern postieren und von diesen dann 100.000 Euro Schmerzensgeld verlangen.

Entschuldigung, aber liebe Schulen und Lehrkräfte, gerät hier das Kredo aus der Vergangenheit zu lernen in Vergessenheit?

Hexenverbrennung, das Beharren auf „die Erde ist eine Scheibe”, „Darwin lügt!”, Bücherverbrennung – all das war ein Schuss in den Ofen. Nun scheint es, dass sich die ewig Gestrigen vor den Leuten, welche in der Gegenwart leben, aufstellen, um mit geltendem Recht verletzenden Aktionen, ihre Hoffnung zu bewahren, dass alles beim Alten bleibt? Wie naiv ist denn das?

Sicherlich, es ist ein Problem. Schüler mit einem Intelligenzquotienten einer Hühnerleiter. Dann noch eben solche, die Mitschüler und Lehrer im Internet moppen, weil sie denken, sie seien durch Anonymität geschützt. Aber ein Unrecht kann man nicht mit einem anderen Unrecht lösen!

Bei oben genanntem Vertrag, sich zu verpflichten, keine Mitgliedschaft bei Twitter, SchülerVZ etc. pp. zu haben, eine eventuelle sogar zu löschen, begeht Ihr, liebe Schulen folgende Fehler:
I. Ihr grenzt Eure Schüler aus dem normalen Leben, eines in dieser Zeit lebenden Menschen, aus.
Wenn Ihr, liebe Leute, noch nicht in der Gegenwart angekommen seid, mit dieser Zeit nicht umzugehen wisst, ist dies Euer Problem. Das gleicht dem, als würde man von Sehenden (mancher Schüler), gegen eine kleine Anzahl von Blinden (manches Schulpersonal) verlangen, sich das Augenlicht nehmen zu lassen.
II. Greift Ihr hier die Menschenwürde an. Schliesslich hat jeder Mensch das Recht sich zu entfalten und da Twitter und andere SocialNetworks in Deutschland nicht verboten sind, hat die Schule auch nicht das Recht einen Vertrag, mit einer solchen Forderung auch nur ansatzweise zur Unterzeichnung vorzulegen.
III. Begeht Ihr Geschäftsschädigung, denn wie gesagt, diese Netzwerke sind nicht in Deutschland verboten. Kommt Ihr dann auch demnächst mit einem Schreiben, dass nur noch Schüler in bayrischen Schulen erlaubt sind, deren Eltern die CSU gewählt haben?! Absurd? Sicher! Aber diese Forderung haben auch schon manche Geschäftsführer von ihren Angestellten per Schrieb verlangt, dass sie eine gewisse Partei zu wählen haben. Dieser Verzicht auf SocialNetworks kommt dem Vergleich schon extrem nahe.
IV. In Deutschland gibt es die Schulpflicht, man könnte annehmen, dass Schulen dementsprechend verpflichtet sind ihre Schüler zu unterrichten?!

Zu dem oben genannten zweiten Punkt. Solange der Schüler seine Meinung ohne Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Lehrers und ohne Beleidigungen verfasst hat, wo ist Euer Problem? Es gibt da was, dass nennt sich Recht zur freien Meinungsäusserung. Wenn ein Schüler unzufrieden mit seiner Lehrkraft ist, sollte man vielleicht mal überlegen, wieso dies so ist und Kritik als solche annehmen und auffassen.

Wie dem auch sei, diese Schulen haben sich nicht Ruhm bekleckert und zeigen ein lächerliches Verhalten, welches dem gleicht, wenn man einem Kleinkind einen Lutscher wegnimmt. Gewisse Schulen scheinen mit dem Internet überfordert und, das ist ein anderer Punkt, Schulen überfordern die Kinder mit unnötigen neuen Rechenwegen, vereinfachter Ausgangsschrift und anderem unnötigen Mist der den Geschmack von „Versuchen wir mal was Neues an unseren Laborratten” hinterlässt. Man sollte den Fokus eher auf wichtige Dinge setzen (z.B. die Verbesserung des Schulsystems), anstatt wie Don Quichote gegen Windmühlen zu kämpfen.

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Heute vor einem Jahr…

Sie vergeht so schnell – die Zeit. Als Kind war schon der Weg in die nächste Stadt lange, heute fühlt sich es an, als wäre es die Zeitspanne eines Augenblicks.

Heute, vor einem Jahr, lag neben mir mein holdes Weib und sagte: „Ich glaube, wir sollten mal ins Krankenhaus fahren!” – wer es sich bei diesem Satz noch nicht denken kann, sie war schwanger.
In meiner eigenen Art reagierte ich ungefähr so: „Du wirst Vertragsbrüchig! Die Lieferung ist zum heiligen Abend angesetzt und…”, wie dem auch sei. Also zog meine Wenigkeit sich an, hielt das Weib an ihrem Arm und brachte sie vorsichtig unsere rutschige, mit Schnee bedeckte Marmortreppe herunter – die zwar stilvoll aussehen mag, aber bei den vorherrschenden Wetterverhältnissen eher zum Hals und Beinbruch einläd.

So sassen wir nun, im kühlen Auto, welches sich seinen Weg über Schnee bedeckter Fahrbahn zum Krankenhaus in Aschaffenburg (rund 15 – 20 Kilometer entfernt) bahnen sollte. Die Tankanzeige sagte mir, daß ich zuvor etwas Bargeld beschaffen sollte, weswegen ich die örtliche Bank ansteuerte. Kaum war ich wieder drausen, begrüßte Frau mich freundlich mit „Mir ist eben grade die Fruchtblase geplatzt!”

Okay, das hatte ich bisher auch noch nicht, aber was soll’s?
Eine Passantin, die diesen Satz ebenfalls hörte sah man ihre Gedankengänge wirklich im Gesicht an:
- Weglaufen?
- Helfen? Kann ich überhaupt helfen?
- Weglaufen! Ich hab nichts gesehen!
Ach Gottchen, ist doch was ganz normales. Jeder kam irgendwann mal so auf die Welt, ausser bei einem Kaiserschnitt.

Mir kam der Gedanke, daß um die Ecke der örtliche Allgemein Mediziner sich befindet, welchen wir, schnell wieder ins Auto steigend, sofort ansteuerten. Die Leute in der Praxis hatten schnell reagiert, Sanitäter gerufen und Inkubator – schliesslich war es ja kalt und so ein kleiner Wurm, bei den Temperaturen…

Noch dachten sie alle, daß das Kind im Krankenhaus zur Welt kommen wird und man versuchte Händeringend eine Hebamme zu besorgen, denn diese muss bei der Geburt dabei sein und entscheiden, ob die Zeit noch ausreicht, einem ins Krankenhaus zu verfrachten. Kurz vor Weihnachten ist das aber gar nicht so einfach eine Hebamme zu finden und die Hebamme, die dann gefunden wurde, packte zu der Zeit grade ihre Koffer um in ihren wohlverdienten Urlaub zu fliegen.

Nach ein paar Minuten, war dann die Hebamme da und meinte, daß das Kind dann doch wohl im Krankenhaus zur Welt kommen könne. Die zuvor eingetroffenen Sanitäter zogen ihre Jacken wieder an, bis ich dann meinte: „Jungs, lasst die Jacken aus! Da wird nichts draus!” und was war? Ich behielt Recht! Hey, ich hab nun sechs Kinder mit auf die Welt gebracht, so langsam muss ich es doch auch im Gefühl haben.

Nach Eintritt in die Praxis dauerte es nur 45 Minuten, bis das Sophie das Licht der Welt erblickte und, bis auf einen Hängenbleiber mit der Schulter, der der Hebamme ein „Ach Du Scheisse!” von den Lippen kommen lies, war die Geburt recht locker verlaufen. Gut, man stand in einer großen Menge von Blut, aber wer damit keine Probleme hat. (Einen kleinen Schocker sollte man dann doch in alle Texte einbauen:))

Noch sah Sophie ungefähr aus die Franz-Joseph Strauss nach einem Besuch auf der Wiesen.
Paar Minuten später war dann die ganze Familie zu Hause und um einen kleinen Zwerg reicher.

Und was ist aus diesem echten Heimbuchenthaler (seit Jahren kam kein Kind mehr hier direkt im Ort zur Welt, wie man uns sagte) Mädchen geworden?

Die Kinderärztin staunt, daß Sophie mehr kann, als sie können sollte. „Aber Spielsachen hinterherkrabbeln tut sie noch nicht?” fragte sie. Ich warf einen Teddy auf den Boden und Sophie krabbelte nicht dem Spielzeug hinterher, sie zog es vor tappsig dem Spielzeug hinterherzulaufen, was von der Kinderärztin mit einem Kopfschütteln zur Kenntnis genommen wurde. Inzwischen rennt die Kleine die Treppen rauf und runter. Die war noch nie ein Baby, heute – mit dem ersten Geburtstag – hat sie auch den Status des Babys offiziell verloren.

So sitze ich hier und merke, die Zeit – sie rennt und es dauert nicht lange, dann kann ich ein Kofferset kaufen, damit auch diese Kleine auf ihren eigenen Pfaden, auf sich alleine gestellt durch das Leben laufen darf.

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Wenn dem Axel Springerverlag die Felle wegschwimmen – Im Land der Dichter und Denker

Ja, es ist nicht sonderlich schön für unsere Verlagshäuser – die Abonnementzahlen schwinden. Und wer ist daran Schuld? Dieses verfluchte Internet, mit diesem Schmarotzergesockse welches alles umsonst, ehrlich und sofort haben will. Bah! Aber noch will man sich nicht geschlagen geben, noch haben die Verlage die Macht die Leserschaft davon zu überzeugen, daß das Internet böse und schlecht ist. Wirklich?

Wenn man seinen Verstand einschaltet, mal zwischen den Zeilen liest, erkennt man den Hass, die Verzweiflung und pure Angst. Es geht um Arbeitsplätze, es geht um Geld – hey, dafür habe ich wirklich Verständnis. Aber ganz ehrlich, Polaroid wünschte sich die Digitale Fotographie auch irgendwo in einen Sternennebel, fern unserer Galaxie.

Schauen wir uns mal diesen Artikel, zu dem mir freundlicherweise der Parkrocker den Link schickte, von DieWeltOnline an.

Es geht in diesem Artikel um Herrn Assange von Wikileaks. Kommt man am Ende des Artikels an, kratzt man sich am Kopf und fragt sich: „Moment, da stimmt doch was nicht?” und man behält Recht. Man kann von Wikileaks halten was man mag. Assange hat sich, in Begleitung zweier Anwälte, selbst gestellt. Davon lese ich aber in dem Artikel nichts. Wohl damit Assange im Auge des Lesers schlechter dasteht. Diese Intention, dem Leser begreiflich zu machen, dass Assange, und später auch im Text Wikipedia, Wikileaks, ja sogar das Internet ist schlecht, erkennt man auch an der Wortwahl.

Ob man der Redaktion vielleicht mal ein paar Förmchen für ihren Sandkasten schicken sollte?
Oder besser, eine Zwangsjacke, das sind ja fast paranoide Zustände, die man erkennen kann.

„Hilfs und Ahnungslos waren wir Journalisten, wie auch die Politik und haben dem Bösen beim unverantwortlichen Treiben zugesehen” – für den genauen Wortlaut, bitte den Artikel besuchen.

Und:
„So sehen die Leute es als Zensur an, wenn man gegen Kinderpornografie vorgeht. Diese Leute, die meinen, alles ist möglich und alles umsonst muss es sein.” – für genauen Wortlaut, wieder den Artikel besuchen.

Da kommt einem doch der Kaffee hoch.
Hätten wir gewusst, wie wir das Internet verhindern hätten können, hätten wir es getan! Schliesslich gibt es überall Kinderpornographie, freie Rede, freie Meinungen und unsere verdammte Auflage ist seit diesem scheissding Internet sowas von in den Keller gegangen. Wir brauchen sowas wie die GEMA für Verlage und ich möchte das dickste Stück vom Kuchen, schliesslich haben wir die BILD in unserem Portfolio!

Nur Dumme gehen davon aus, daß man mit dem Zensieren gegen Kinderpornograhie vorgehen könnte. Hier müssen die Hintermänner gefasst und entsprechend verurteilt werden. Wenn wir die Server zensieren, wuchern sie an anderer Stelle hundertfach wieder hoch. Nach Ansicht dieser Irren, sollte man dann wohl eher alles zensieren und dann eine Whitelist mit guten Servern einführen? Die dann auch genau nach dem Gusto der aktuellen Regierung texten? Wäre das genehm?

Der Satz „in der alles möglich und natürlich möglichst auch alles umsonst” reflektiert so hellgleißend das „verdammt uns fliegt die Auflage seit dem Internet um die Ohren” wieder, dass man nur sagen kann: „Lernt endlich mit dem neuen Medium Euer Geld zu verdienen und haltet die Schnauzen!”
Dieses Geheule, über das böse Internet… Man bekommt zwangsläufig das Bild eines Rentners mit Fleecedecke im Schaukelstuhl in den Kopf, der darüber sinniert, wie viel besser es doch damals war. Ihr, meine Lieben Internetverteufler, solltet lieber nachdenken, anstatt sinnieren und nörgeln. Selbst Innovationen bringen, dann gibt es auch wieder richtige Auflage, die vielleicht etwas anders als in gedruckter Form daherkommt.

Und dann, in den letzten zwei Sätzen wird einem suggeriert, daß Assange gesucht und gefunden wurde. Im geistigen Auge des Lesers, mit viel Action, SEK-Einsatz, umstelltem Unterschlupf.
In Anbetracht des Stellens von Herrn Assange, na ja… Man will eben die Meinung des Lesers färben.

Na ja, Rentner in Fleecedeckchen auf ihrem Schaukelstuhl, wollen eben auchmal was beim BINGO!-Abend von sich geben.

Absolut lesenswert, ist hier auch DerWebarchitekt sein Leserbrief an DieWeltOnline, den man hier findet.

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