Der Applecheck – wenn Journalismus Klischees bedient

Der WDR recherchiert knallhart…
Kurz mal umreissen, was die Sendung „Der Apple Check” vom 04. Februar 2013 so an Erkenntnissen gebracht hat:

  • Apple ist böse, alle anderen sind gut, die Welt somit in Ordnung.
  • Appleprodukte sind den Euro nicht wert.
  • die Mitarbeiter bei den Zulieferern werden ausgebeutet bis aufs Mark.
  • die Zulieferer sind eigentlich Engel und würden gerne den Angestellten mehr als das Übertarifliche zahlen, aber das können sie nicht, weil Apple so böse ist.
  • wärend Samsung, HTC und alle anderen Hersteller den Schniedel in der Hose unten lassen, vermag es Apple – könnte man jedenfalls nach dem MRT annehmen – die Hose in ein Feuchtbiotop verwandeln zu können.
  • Samsung Galaxy Handys sind Alkoholiker, iPhone 3gs sind Antialkoholiker.
  • Die Qualität eines Smartphones hängt davon ab, wie gut ein Telefon tauchen kann.
  • die Telefonreparaturklitsche um die Ecke ist kompetent und vermag es Geräte zu reparieren.
  • Arbeitsbedingungen sind dann schlecht, wenn der Mitarbeiter stehen muss.
  • die Herstellung eines iPhones liegt bei irgendwas von 1xx Euro, Entwicklungskosten interessieren nicht die Bohne.

Alles zusammengenommen bleibt zu sagen:
Der WDR ist nicht besser als die privaten Sender und bedient hier die Klisches. Mir ist schon klar, dass ihr, lieber WDR, Apple nicht mögt. Google, Facebook aber auch nicht, schliesslich sind die alle Böse, kosten sie Euch doch Schafe, pardon, Zuschauer.

Wer die Qualität, Wertigkeit eines Gerätes daran misst, wie lange es der Bierdusche standhält, hat nicht mehr alle Latten am Zaun. Aber, diese Form der Prüfung ist die Lösung für vielerlei Grabenkämpfe, wenn man das zur ultimativen Wertung erhebt. Wir können zum Beispiel Digitalkameras in ein Säurebad werfen. Der Kamerabody, welcher am längsten überlebt, wird zum besseren gekürt; Bedienbarkeit, Sensorqualität, Auflösung tangieren nicht. Endlich Schluss mit der Frage ob man sich die Geräte von Nikon oder Canon antun sollte. Autos? Säurebad! Was lange da durchhält wird wohl auch am wenigsten Benzin verbrauchen und im Crashtest am besten abschneiden.

Es ist schon beschämend, dass auch hier wieder der Preis an den Bauteilen festgemacht wird. Da schüttelt man sich dann die Displaykosten usw. aus dem Ärmel und suggeriert dem Zuschauer, dass es böse sei, nicht zum Selbstkostenpreis die Waren zu verramschen. Während Samsung und Co. ihre Betriebssysteme für die Smartphones so ziemlich kostenlos von Google bekommen, muss Apple diese selbst herstellen (und das Design bei Samsung ist ja auch recht appleishy, oder?). Die ganzen Entwicklungskosten, Marketingkosten all die fliessen in dieses „Preis anhand der Bauteile“ einfach nicht ein und so kann man dieses Argument nur als Scheinargument für die dumme Zuschauermasse werten.

Lustig fand ich das „da müssen die Mitarbeiter stehen“ weil das in Deutschland auch oft der Fall ist. Und auch ich hatte mal das Vergnügen, weitaus länger als 12 Stunden am Stück fast täglich arbeiten zu dürfen.

Ach ja, Foxconn, laut Wikipedia gehören zu deren Kunden neben Apple: 
Acer, Amazon, Cisco, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Motorola Mobility, Nintendo,
Nokia, Samsung Electronics, Sony, Toshiba, Vizio

Furzegal was am Ende in der Hosentasche landet, Hauptsache man hat seinen Spass an dem Ding!

Wie man sich die Welt, durch das Krümmen des Universums, ändert…

Es ist schon interessant, welche Auffassung so mancher Mensch hat.
Jemand schreibt in einer Facebookgruppe, das ihm ein gewisses Bild gefällt, er bedankt sich dafür. Der Urheber fragt, was denn so toll daran sei. Die Tristess würde so gut rüberkommen. Sicher, man kann geteilter Meinung darüber sein, ob so eine besprayte Haltestelle dem eigenen Gusto entspricht. Dass der Dankende einen Tag vorher mit seiner diskussionswürdigen Haltung gegenüber anderer Leute Eigentum aufgefallen ist, tut nun nicht viel zur Sache um das nachfolgende neutral zu betrachten.

Interessant wird nämlich nun die Reaktion des Urhebers des Bildes:
„Ich bin in einem Alter, da darf ich mir die Leute, mit denen ich kommuniziere, aussuchen.“, tönt es. Darf man das? Was hat das Alter damit zutun? In einer öffentlichen Gruppe, in der jeder mitschreiben kann? Gut, wenn man Administrator mit diktatorischem Hintergrund ist und einfach die Mundtod macht, die einem nicht gefallen, dann kann man sich das aussuchen, aber da tangiert das Alter nicht.

Hinzukommend kommuniziert man ja auch dann, wenn sich kein Dialog, sondern ein Monolog ergibt – der eine sendet und sendet und der Empfänger empfängt und empfängt, in dieser Haltung wird dann verharrt. Ausser, man blockiert die Leute und wie ich weiss, hat der Urheber des Bildes eine riesige Blockliste mit der man sich die Welt so krümmt, wie man sie sich wünscht. Man kennt das ja auch bei Pferden – Scheuklappen.

Also nehme ich in Zukunft meine eigene Person so wichtig, dass ich mir die Welt nach meinen Wünschen krümme.
Erstmal die Welt, ich fange klein an und steigere mich irgendwann auf das Universum.

Jetzt aber mal flott Apple!

An vielen Stellen kann man zwischenzeitlich vom angestaubten iOS lesen. Man liest von Apple-Devices die Innovationen vermissen lassen. Teilweise muss man schlicht und einfach sagen: „Ja! Richtig, da staubt es! Es kommt Langweile auf.”

Da stellt sich Apple hin und verhindert das jailbreaken der Devices, obwohl grade dieses Jailbreaken mitunter das iPhone, iPad erst zu einem ordentlichen Gerät macht. Einem Gerät, mit dem man nicht den Anschluss zur Konkurrenz verliert. Schaut man sich das Samsung Galaxy Note II oder das Nexus4 an, erkennt man so manches Goodie welches iPhone und iPad fehlt.

Apple würde gut daran tun, grade hier viel Arbeitskraft zu investieren um den Anschluss nicht zu verlieren. Denn auf den Lorbeeren ausruhen würde unweigerlich eher früher als später Apple zu dem werden lassen, was Nokia heute ist – ein Unternehmen welches neidisch den anderen zuschauen darf, wie diese den Rahm abschöpfen.

iOS benötigt z.B. jetzt Widgets auf dem Homescreen. Nicht via Jailbreak, sondern out of the Box. Solche Spielereien wie das Passbook kann sich Apple meines Erachtens vorerst schenken. Wie man das nun am geschicktesten realisiert, ohne das die Widgets dem Gerät die Batterie aussaugen sei Apple überlassen.

Ich hatte mich so gefreut…

Ja, ich freute mich. Es war eine unheimliche Vorfreude, aber dank dem deutschen Michel blieb es dabei – Vorfreude. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf Weihnachten als Google für Deutschland Streetview ankündigte.

Freudig vernahm ich den Opel Astra, welcher mit seinem großen Aufbau auf dem Dach neben mir auf der B469 fuhr.

Bald, so dachte ich, wird man unsere Umgebung, ja vielleicht sogar das ganze Land virtuell bereisen können. Sollte mich das Heimweh packen, könnte ich mich virtuell in Millisekunden zu meinem Geburtsort nach Mainz beamen. Kosten, fast null und der eventuell aufkeimende Durst nach Heimat wäre gestillt ohne auch nur ein Gramm Kohlenmonoxid in die Umwelt durch einen Auspuff geblasen zu haben.

Aus meiner Vorstellung wurde leider nichts. Es sollte bei schnöder Vorfreude bleiben, denn der deutsche Michel bombardierte Google mit Widersprüchen. Widersprüche sind des dummen Michels heimliche Leidenschaft, kann das sein?

Nun, der ein oder andere Widerspruch war durchaus nachvollziehbar. Zum Beispiel konnte man manchmal in Wohnungen der Leute schauen, was nun wirklich nicht sein muss. Die meisten Widersprüche resultierten aber aus künstlich geschürten Ängsten. Geschürt in den heiligen Hallen gewisser Konzerne in Deutschland, die einen unheimlichen Hass auf Google, Facebook, Apple und Co. haben.

Abonenntenzahlen sinken, Zuschauer schwinden und der große Gewinner: Das Internet und mit diesem die Firmen, die hinter dem bösen, alles verändernden Internet stehen.
Natürlich haben die alten Medienkonzerne sich auch auf das Internet gestürzt. Dort den ein oder anderen Euro verdient, aber eben auch in den Sand gesetzt. Dennoch der Gewinn ist nie in diesem extremen Maß, wie sich der Vorstand dies wünscht – wie z.B. aktuell bei einem großen Unternehmen in Deutschland, was Rekordgewinne fuhr und dennoch Einsparungen vornehmen will.

Aber nochmal zum Widerspruch zur Veröffentlichung der eigenen Hauswand auf Streetview:
Werden die Häuser nicht durch den “Die Sims”-Verpixelungskrempel viel interessanter?
Dieser Nebel, dieses Unkenntlichmachen… da ist doch sicherlich, so keimt der Gedanke auf, ein Schatz versteckt?!

Wie groß war die Schmach, als genau diese verpixelte Häuser dann bei dem Googledienst Picasa noch deutlicher zur Schau gestellt wurden.

Wäre es nicht schön gewesen, die erste Begutachtung des in Erwägung gezogenen neuen Domizils – weil man einen Arbeitsplatz in einer anderen Stadt angenommen hat, schließlich sind wir ja so global – online, von zu Hause vorzunehmen? Wenn man dann noch erkennt, dass das als modern angepriesene Gebäude in Wirklichkeit ein ekelhafter Betonblock ist, welcher den eigenen Erwartungen so gar nicht entspricht, freut man sich nicht am gesparten Benzin, der gesparten Zeit?

Oder der Kollege, der erzählt, dass das beste Restaurant bei XYZ um die Ecke ist? Wie schön wäre das gewesen – kurz vor den Rechner gepflanzt, Streetview gestartet, den Weg virtuell auf dem Rechner verfolgt. Merke: Die Spezies Mensch ist eher visuell und kann sich Wege, die sie visuell vernommen hat viel besser merken.

Urlaub in Deutschland wäre auch so ein Ding gewesen. Die Leute hätten sich ihr eventuelles Urlaubsziel online angesehen, direkt gebucht… na ja, können sie ja jetzt in Ländern machen, in denen der deutsche Michel nicht umherstolziert und mit irgendwelchen Gesetzestexten winkt, die dem IstZustand der heutigen Informationsgesellschaft einfach nicht mehr entsprechen.

Ja, der Schaden, welcher der deutsche Michel hier angerichtet hat ist größer als man glaubt und anfangs vermutet. Hier ging es um indirekte Arbeitsplätze, hier geht es um Ansehen in der Welt welches den Deutschen darstellt als hätte man es hier mit verkniffenen Korintenkacker zutun.

Ich jedenfalls habe mich auf Streetview gefreut und wäre durch viele Landstriche gezogen, hätte sogar eine kleine Tour im Voraus – der Harz ist ja recht reizvoll – online geplant und mir die Highlights dann in der Realität angesehen. DANKE MICHEL!

(Bildmaterial unter CC-Lizenz von Editor64 Jürgen Pohl)

Der deutsche Michel und Facebook

Heute habe ich bei Facebook folgende Empfehlung lesen dürfen:

Aufgrund der neuen AGB’s in Facebook widerspreche ich
hiermit der kommerziellen Nutzung meiner persönlichen Daten (Texte, Fotos, persönliche Bilder, persönliche Daten) gemäß BDSG. Das Copyright meiner Profilbilder liegt ausschließlich bei mir. Die kommerzielle Nutzung bedarf meiner schriftlichen Zustimmung.

und bin vollkommen begeistert über die Dreistigkeit, die der deutsche Michel (der ursprüngliche Verfasser) sich nimmt.

Zum Einen, es gibt AGBs nicht – würde ja dann Allgemeine Geschäftsbedingungens heissen. Klingt nicht nur blöde und falsch, ist auch so!

Zum Anderen: In dem Moment, wo der dumme deutsche Michel seine Bilder/Texte zu Facebook hochläd, erlaubte er schon immer Facebook die Verwendung der Bilder/Texte. Facebook war schon immer ein Unternehmen, auch schon vor dem Börsengang und so wurden auch schon immer die Bilder/Texte kommerziell verwendet. Durch das Widersprechen, entzieht man nun Facebook das Recht, daß andere Leute die eigenen Bilder irgendwie verwenden (teilen, verlinken, etc.). Okay soweit, wäre auch durchaus legitim. Aber wieso denkt dann der deutsche Michel, dass sein Konto bei Facebook aktiv bleiben kann? Natürlich aktiv bleiben, mit dem Profilbild auf das der deutsche Michel ja sein Copyright Urheberrecht (wir sind ja deutsche Michels!:)) besitzt, das Bild, von dem man nun die Nutzungsrechte Facebook entziehen will. Facebook kann doch dann von dem deutschen Michel gar nichts mehr anderen Benutzern anzeigen, weil immer eine kommerzielle Verwendung stattfindet. Aber das verstehen die Leute dann nicht, genauso wie die Kosten, die ein einfacher Aufruf einer Webseite mit sich bringt.

Und ausserdem stelle ich mir die Frage: Warum hat der deutsche Michel, der sich hier so beschwert, nicht zuvor Gedanken darum gemacht? Und wieso denkt der deutsche Michel, daß Facebook KEIN Geld verdienen muss?! Weil Facebook aus der Leitung kostenlos kommt, geht es Facebook garantiert nicht auch so. Denn die müssen den Traffic bezahlen, die Platten, die Rechner, den Strom und die Programmierer…

Ach manche Deutsche, so dämlich, schon bei Streetview von Google haben sie mit ihrem Kleinbürgertum Deutschland Schaden zugefügt. Glaubt ihr nicht? Dann sagt das mal den Touristenhochburgen!

Nachtrag:
„Dumm ist der, der Dummes tut” sprach Forest Gump damals und ich sage: Dumm ist der, der glaubt, dass es rechtlich zu einem gültigen Widerspruch ausreicht diesen auf seiner dümmlichen Pinnwand von Facebook zu posten.
Anscheinend denkt der dumme deutsche Michel auch noch, dass ungefähr 1,5 Millionen Angestellte bei Facebook beschäftigt sind die nichts anderes machen, als die Pinnwände von 1 Milliarde Facebooknutzern nach Widersprüchen zu durchforsten.

Update:
Ganz neu und noch viel sinnloser, der Schwachsinn als Bild, mit vollkommen kaputter Interpunktion. Facebook bekommt ja nur 300 MILLIONEN Bilder pro Tag auf die Platten gespült:

188 Dollar Herstellungskosten!

188 Dollar! 188 Dollar kostet die Herstellung des iPad Minis und verkauft wird es für sagenhafte 329 Euro.
2,50 Euro kostet so über den Daumen gepeilt die Herstellung der DVD von Windows 8 (inkl. Verpackung) und hat einen Verkaufspreis 129,99 Euro
Und dennoch sind Appleaktien mehr wert als die von Microsoft? Da kann doch etwas nicht stimmen!

Milchmädchenrechnung mag da einer rufen. Diesem jemand schmettere ich entgegen: „Richtig! Aber die Scheisse, von wegen 188 Dollar Herstellungskosten lese ich an vielen Ecken.“.
So höret, Ihr Helden die ständig irgendwelche dämlichen Hardwarepreise ins Feld werfen: 188 Dollar sind die Kosten der Hardware, aber nicht der Entwicklung. Und im Gegensatz zu Google, muss Apple mit seiner Hardware das Geld in die Bude bringen und nicht mit der durch die Devices konsumierte Werbung. Aber das verstehen die verblendeten Androidmilitantisten nicht.

Und, liebe Deppen: Entwicklung kostet Geld! Programmierer leben nicht von Luft und Liebe, obwohl geil wär es ja schon. Aber dann würde es zu viele Programmierer geben:)

Es muss ja nicht immer Katzencontent sein!

Während an anderen Stellen über das derzeitige Wetter gemosert wird, war ich heuer ein wenig fleißig und habe für unseren Bambus ein nettes Loch in unserem Garten gegraben.

Auch wenn es für viele nicht so wirkte, war der Winter von 2011 auf 2012 kurzzeitig dermassen hart, sprich kalt, dass letztendlich der größte Teil unserer Bepflanzung den Löffel abgegeben hat. Wir hatten mehrere große Bambusgewächse, die in großen Gefäßen den Winter überstehen sollten. Leider blieb es bei einem Wunsch und so entschlossen wir uns nun, den neu gekauften und übrig gebliebenen Bambus zum besseren Schutz einzugraben.


Jedenfalls heute habe ich in unserem Garten, wie gesagt, gegraben und hatte bei der Arbeit recht netten Besuch unserer zwei Laufenten, die bei uns in der Nacktschneckenabwehreinheit arbeiten. Eigentlich waren das ja drei Laufenten, aber ein Marder scheint gemeint zu haben, dass zwei dieser Geschöpfe reichen.


Recht witzig war, daß immer mehr die Furcht abgebaut wurde und am Ende der werte Erpel mir sogar aus der Hand gefressen hatte. Anscheinend war die Aussicht auf einen schmackhaften Wurm gewichtiger, als die Furcht davor, dass der böse humanoide Zweibeiner einem den Hals umdrehen könnte.

Wie man sieht, es muss nicht immer Katzencontent sein!

P.S. das bunte Tier ist NATÜRLICH der hübsche männliche Part des Duos!

„Hallo ihr Scweiner Backe!“ Oder: Wenn man Facebook nicht versteht…

Facebook ist an gewissen Stellen schon recht schwer zu verstehen und so kommt es, daß dieser werte Herr Vater, dessen Sohnemann grademal 11 Jahre alt ist, sich darüber beschwert, daß Rossmann „über den Spross“ Werbung macht.

„Hallo ihr Scweiner Backe ! wie kommt ihr darauf über mein Sohn so ein scheiss Werbung zu machen ?“ tönt er auf der Facebook-Seite von Rossmann und begibt sich damit auf dünnes Eis. Er hat ein „Sohnemann11 gefällt Rossmann“ falsch gedeutet. Dies kommt von Facebook und nicht von Rossmann. Mit solcher Werbung verdient Facebook sein Geld, was Herr „Scweiner Backe!“ eigentlich wissen müsste, schliesslich behauptet er selbst von sich, ein Webdesigner zu sein.

Hier geht es zum kompletten Dialog Hier ging es zum kompletten Dialog, bei dem man sich durchaus den Bauch vor Lachen halten kann, vor allen Dingen deswegen, weil der gute Mann sehr schön in die verbale Trickkiste greift.

Zwischenzeitlich hat Rossmann, oder eben der werte Herr den Dialog gelöscht. Wohl zu groß war die Schmach.

Schleck, schleck – plötzlich ist Schlecker weg!


Heute schließen endgültig die Pforten des Unternehmens Schlecker.
Schlecker setzte auf extreme Expansion (2008 mehr als 14.000 Filialen), was wohl letztendlich am meisten dazu beitrug, daß am Ende Insolvenz beantragt werden musste. Vor Kurzem versuchte man noch mit einer missglückten Marketingkampange sich am eigenen Schopf aus dem Schlamm zu ziehen. Der Versuch scheiterte, die Mitarbeiter stehen nun auf der Strasse.

Gerne berichtet die Presse von den „Schleckerfrauen“. Frauen wohl deshalb, weil man mit ihnen etwas in Gedanken verbinden kann – eben die Dame, die sich so freundlich nach dem Befinden der Familie erkundigt. Ein gefundenes Fressen für die Presse um die eigenen Blätter zu füllen, die Auflage zu steigern und ebenso für die werten Politiker, die dann – mit sinnlosen Rettungspaketen – ihre Solidarität zum Volk bekunden können. So etwas braucht man als Politiker, nur so wird das Fussvolk bewegt, das Kreuzchen an der richtigen Stelle auf dem Wahlzettel zu machen.

Besonders gewurmt hat mich heute ein Facebookbild von Daily Abgefahrenes, auf dem zu lesen war:
„4/1975 – 6/2012
Nach 37 Jahren schließen heute die Schlecker-Märkte“, soweit so schön.
„Man liebte oder man hasste sie.“, und wenn man weder das Eine, noch das Andere machte?
„Fakt allerdings: Jeder kannte sie..! Sie waren eine feste Größe im Einzelhandel. Unser Gedanken sollten nun bei den TAUSENDEN Mitarbeitern sein, die nun vor dem NICHTS stehen…!“. Nicht nur die Interpunktion bei diesem Bild ist totaler Blödsinn, auch das imaginäre NICHTS von dem hier gesprochen wird ist totaler Schwachsinn.

Natürlich muss man die Schleckermitarbeiterfrauen an die Hand nehmen. Man muss sie wie den Hund zu neuen Arbeitsplätzen führen, weil sie alle viel zu dumm dazu sind, aus eigenem Antrieb und mit eigenem Können zu neuen Arbeitsplätzen zu gelangen. Schließlich können die ja nichts! Nichts ausser alten Renterinnen mit überhöhten Preisen die Kohle aus den Taschen ziehen!

Welch unheimlich großer Schwachsinn!
Jeder, der die Lage (2500 Leute sollen bereits eine andere Anstellung gefunden haben) der Leute so darstellt sollte sich schämen, da er den Menschen ein schlechtes Arbeitszeugnis ausstellt. Hier wird dieses schlechte Zeugnis (wenn auch nicht direkt offensichtlich) ausgestellt, damit mehr Leute die eigene Facebookseite liken, oder es wird einfach nicht genug nachgedacht, weil der nötige Horizont, bzw. das nötige Feingefühl fehlt. Auch wenn der Betreiber der Seite das nicht so gern liest. Jedenfalls wird da das Bild einer gehirnlosen Mitarbeiterin bei der insolventen Drogeriemarktkette gezeichnet, die sich direkt nach Erhalt des Arbeitszeugnisses am Besten auf dem Dachboden aufknüpft, weil sie zu nichts zu gebrauchen ist.

Wenn nun die Berichte der Presse von schlechten Arbeitsbedingungen, schlechter Bezahlung u.s.w. stimmen, dann freue ich mich als Personaler doch extrem darüber, daß sich ein ehemaliger Schleckermitarbeitersfrau bei mir bewirbt. Schließlich hat dieser Schleckermitarbeitersfrau (man sollte den Ausdruck Schleckermitarbeitersfrau in den Duden aufnehmen, er ist so schön asexuell!), nach jahrelanger Zugehörigkeit zum Schleckerkonzern bewiesen, daß er auch unter harten Arbeitsbedingungen, zu schlechter Bezahlung funktioniert. Oder waren die schlechten Arbeitsbedingungen bei Schlecker einfach nur an den Haaren herbeigezogen und die Mitarbeiter fanden im Hause S. das Mekka vor? Ich glaube eher, daß hier auch mal wieder die Medaille zwei Seiten hat.

Da die Facebookseite Daily Abgefahrenes viele folgende Leute hat, resultierten natürlich auch gewisse Kommentare, wie z.B. die Forderung, daß man den ehemaligen Inhabern von Schlecker die Konten einfrieren müsse. Würde man dies tun, wäre die Rechtsform der GmbH, bei der man eben nicht mit dem Privatvermögen, sondern dem Kapital der Gesellschaft haftet, obsolet. Es ist verständlich, daß es vielen Leuten nicht möglich ist, sich in das Leben von Selbständigen hineinzuversetzen. Faktum ist aber, daß es nicht einfach und grade in Deutschland alles andere als leicht ist – recht herzlichen Dank an dieser Stelle an unsere Regierung. Würde es diese Rechtsformen nicht mehr geben, würden viele Firmen gleich schließen und welche Auswirkungen das auf den Arbeitsmarkt hätte, sollte jedem klar sein.

Auch der Ruf des Verteilen des Vermögens der Familie Schlecker ist absurd. Kein Millionär wurde Millionär in dem er den Kommunismus lebte. Nein, Millionär wird man nur durch Leben des Kapitalismus. Wer glaubt, daß das dennoch möglich ist, sollte die rosarote Brille absetzen. Zumal jeder, der einen gewissen Lebenstil gewohnt ist, diesen auch behalten möchte und da ist dann jeder sich selbst der Nächste. Wen diese Thematik interessiert, dem werfe ich mal das Wörtchen Trigema vor den Latz, welches als Vorzeigeunternehmen für gute Führung und Made in Germany gilt.

Recht humorvoll finde ich dann auch den Kommentar einer ehemaligen Schleckermitarbeiterin: „und denkt doch mal einen Tick weiter:Viele von uns Schlecker Angestellten konnten sich auch noch leisten z.B.bei Handwerkern Aufträge in Arbeit zu geben”, schreibt Ca Ro auf der Daily Abgefahrenes Facebookseite.
Richtig, Mitarbeiter von Schlecker konnten es sich unter Umständen leisten Handwerkern Aufträge zu erteilen. Da viele von diesen Mitarbeitern aber nicht so knalletoll verdienten, haben sie jetzt auch nicht viel weniger als bei Schlecker und können das noch immer. Aber bei der Geburt eines Ex-Schleckermitarbeiters steht nicht im DNA-Material, daß diese nur bei Schleck arbeiten können. Daraus resultierend wären die Leute, hätte es Schlecker nicht gegeben, in anderen Unternehmen untergekommen. Es ist nämlich nicht so – auch wenn es so suggeriert wird – dass der Umsatz der Schleckerfilialen nun nicht mehr gemacht wird, daß die Arbeitskräfte nun nicht mehr gebraucht werden, die Arbeitskräfte werden nur an anderer Stelle benötigt und der Umsatz wird eben bei den ehemaligen Mitbewerbern gemacht.

Ca Ro schreibt weiterhin: „….da gibt es nun offene Rechnungen…der Handwerker hat nun vielleicht das Pech noch einen oder anderen Kunden zu haben der ebenfalls seine Arbeit verliert…nun bekommt der Handwerker seine Rechnungen nicht bezahlt…wovon soll er die eigenen bezahlen?”, was auch ohne Schlecker der Lauf des Marktes ist. Das ist Kapitalismus, einzig der Kommunismus, bei dem alles auf die Gemeinschaft verteilt wird, könnte hier abhelfen. Den will aber wohl kaum jemand, ausser den Linken.
„Materialkosten z.B. kann er nicht…wenn es ein kleiner Betrieb ist droht ihm die nächste Pleite…hier greift eins ins andere…es geht nicht um Schlecker …es geht um Deutschland….”, schreibt Ca Ro und übersieht, daß es hier auch nicht um Deutschland, sondern schlicht um das System des Kapitalismus geht. Man könnte somit eine Grundsatzdiskussion führen, bei der letztendlich Schlecker zu einer Fussnote verkommt. Und, sind wir ganz ehrlich, der Konzern hat im Großen und Ganzen auch nicht mehr Stellenwert als eine billige Fussnote in den unendlichen Weiten der Wikipedia.

Ein Anderer schimpft über Bayern (was ich auch gerne mache, aber aus anderen Gründen:)), die dem Rettungsschirm nicht zugesagt haben. Bevor man hier groß meckert, sollte man mal die Summe des Rettungsschirms auf die involvierten Leute herunterdividieren. Welche extreme Summe letztendlich für jeden einzelnen zu erbringen gewesen wäre. Diese Rettungsschirme (grüße nach Griechenland:)) sind natürlich immer perfekt und helfen unheimlich gut und nur weil der zukünftige Arbeitslose aus dem Hause Schlecker und nicht aus der (fiktiven) Bayerisch Malerei und Zinnverzierungs GmbH stammt, hat er eine bessere Behandlung verdient? Also bitte!

Fazit: Schleckermitarbeitersfrauen sind Arbeitslose wie alle anderen Arbeitslosen die wir jeden Tag aufs Neue bekommen. Es findet stätig eine Fluktuation bei Arbeitsstellen statt; Firmen werden eröffnet, Firmen schließen. Leute verlieren ihre Arbeit, Leute finden neue Arbeit. Und so ist es genauso sinnvoll explizit, wie auf einer Beerdigung, an die Schleckermitarbeiter (ob Mann, ob Frau) zu denken, wie wenn man Kinder vor einem weißen Bulli warnt, in den sie nicht einsteigen dürfen. Kinder dürfen natürlich in rote Bullis mit unbekannten Männern einsteigen, denn die sind ja nicht weiß! Und die 20.000 Arbeitslose die wir jeden Tag auf’s Neue haben, die sind nicht lecker, kommen aber auch nicht von Schlecker!

Alle die heute ihren Job verlieren: Ich denk‘ an Euch!

(Foto gefunden auf Flickr.com, Geschossen von r000pert, unter CC-Lizenz)

Surface – Microsoft baut sein Tablet

Und plötzlich war es da… Surface von Microsoft.
Oh, nein… eigentlich ist es dann doch nicht da, denn Surface ist erst verfügbar ab… ja wann denn? Irgendwann eben! Keine Ahnung!

Ist man es nicht, nach so vielen WWDCs von Apple gewohnt, ein fixes Datum zu hören? Ja, inzwischen tönt sogar ein „Available today!” automatisch in den Ohren! Steve Ballmers (pardon, aber es ist wirklich so) grauenvolle Stimme schweigt sich hierüber aus, er vermittelt dem Zuschauer der Keynote nur, daß Microsoft, mehr oder weniger, auf richtigen Zeitpunkt gewartet hat. Dumm nur, daß der richtige Zeitpunkt grade eben, ja jetzt grade, gestern, oder maximal morgen ist.

Das Device, ein Tabletcomputer, wirkt im ersten Moment wirklich schön. Ja, bei mir entwickelte sich sogar ein kurzes „haben will!“ und das, wo ich eigentlich Appleprodukte den Vorzug gebe. Eine Tastatur mit integriertem Trackpad, etwa so wie man es vom Asus Transformer kennt, anklickbar (da hat man sehr, sehr viel bei Apple abgeschaut!) an das eigentliche Device. Gehalten, wie bei Apple, via Magnetismus; Aussehen, ebenso, wie bei Apple.
Jedenfalls macht die Symbiose der Tastatur/Trackpad mit dem Surface auf den ersten Blick neugierig und Lust auf mehr.

Die Lust vergeht allerdings dann, wenn man sich ein wenig genauer die Keynote ansieht.
Erst wird viel über die Hardware gesprochen und man sagt sich: „Hey, das ist doch was!“ und das meine ich durchaus ernst. Microsofts Ergonomic-Tastaturen waren spitzenklasse, die Trackballs, die Mäuse ebenfalls. Kurzum, Microsoft kann schon auf Hardwareebene Qualität abliefern.

Aber als es darum geht zu zeigen, wie sich das Ding schlägt, dann wenn man es berührt und nicht nur über Surface spricht, verkackt es leider auf ganzer Linie in der Präsentation.

Ein gigantisches Interneterlebnis mit dem Internetexplorer soll auf einen warten, so smooth soll der Browser laufen. Das Device wird in die Kamera gehalten und man will zeigen wie toll das Gerät funktioniert. Dummerweise will das Device aber nicht so wie der Nutzer und ich werde urplötzlich an das WePad, das Marketingdesaster, erinnert. Die Präsentation des Interneterlebnis wird jedenfalls nach viermal Wischen mit dem Finger auf dem Browser abgebrochen. Sinnvoller wäre gewesen, es direkt nach dem ersten fruchtlosen Wischen zu lassen, bzw. sich mit dem Device vor Keynotestart genau auseinanderzusetzen um zu wissen, dass man da besser im derzeitigen Alphastadium der Software noch nicht mit dem Finger wischt.

Wenn das Interneterlebnis ausbleibt, soll es das Filmerlebnis eben retten.
Na, führen wir das Ding doch einfach mal vor… was aber auch nicht klappt. Nach einem „UPS!”, wilden Rumgetippe auf dem Screen wird schnell ein anderes Device vom Tisch geholt, um dann den eingeübten Text an vorhergehender Stelle erneut zu beginnen.

Mit dem neuen Device in der Hand wird Netflix gezeigt. Es wird davon geredet, wie toll man auf Surface Filme konsumieren kann… Wie klasse das Ding, vom stationären Computer, auf das Device Videos streamed und was sieht man? EIN STANDBILD!

Also Bitte liebe Micorsoftler, was habt Ihr Euch da denn gedacht? Wie man Massen bewegt, wie man eine Keynote aufzubauen hat sieht man bei Apple. Selbst wenn Ihr es nicht so wie Apple machen wollt (was aber, wie man sehen kann, versucht wird), dann zumindest mit Geräten, die funktionieren. Und wenn der Krempel nicht funktioniert, dann führt den Mist nicht vor, oder macht es wie das WePad und zeigt eben nur ein Filmchen!

Wie kann man solche Chancen nur verspielen? Die Präsentation des Devices ging so dermassen in die Hose, es tut mir ja wirklich schon für Microsoft leid. Wo ist das Avaiable today? Okay, in so einem Softwarestadium es rauszuhauen wäre negativ, aber dann zeigt man sowas eben auch einfach nicht! Ich würde mir eine Alternative zum iPad durchaus wünschen – nein, Android ist es noch immer nicht.

Nun, wie dem auch sei. Ich bin gespannt! Gespannt, wie sich das Device schlägt, wenn es aus dieser Alpha-Phase herausgekommen ist. Es kann durchaus das Traumdevice sein, ordentlich verarbeitet, schnell, agil, flexibel hätte es durchaus Chancen, der erste wirkliche iPad-Konkurrent zu werden.