Hallo SnowLeopard – Tschüss Lion!

Eigentlich sollte es ja umgekehrt sein, ist es aber nicht!
Nachdem mich vor ein paar Stunden die SnowLeopard-DVD angrinste, bin ich von OS X 10.7 zurück zu OS X 10.6 gewechselt. Im Moment läd sich mein SchneeKatzerl die Updates runter und ich fühle mich wieder zu Hause.

Gründe:

  • Wie bereits gesagt, Lion hat ein Problem mit Multidisplay-Umgebungen. An meinem MacBookPro hängen zur Zeit zwei externe Monitore dran, die Produktivität ein wenig erhöhen sollen. Unter Lion funktioniert zwar der Treiber für die USB-Grafikkarte gut, aber Lion selbst (laut DisplayLink-Forum) soll einen Bug haben, der sich darin äussert, dass das Drag & Drop nicht mehr funktioniert.
  • Der Finder von 10.7 wurde verschlimmbessert. Gerne verabschiedet sich das Ding (Finder) im Nirvanna und ein normales Abschiessen des Tasks hat nur zur Folge, dass man warten darf um danach den Rechner mit einem Neustart zu beglücken.
  • Wärend dem Kopieren auf Netzwerkplatten, hängt sich der Finder ebenfalls gerne mal weg.
  • Meine im Rechner verbaute Platte konnte ich im Finder nur über Umwege finden – was an mir selbst liegen kann.
  • Expose/Spaces ist unter SnowLeopard irgendwie sinniger, einleuchtender gelöst. Auch wenn ich Spaces, aufgrund der Monitoranzahl selten verwendete.
  • Mit dem iPad steuere ich gerne über VNC meinen Rechner. Lion verweigerte öfter den Dienst, verabschiedete sich sogar in einem Trap, was zur Folge hat, dass man den Rechner auf die harte Weise neu booten kann. Apple hat also an VNC rumprogrammiert und wirklichen Mist gebaut.
  • Die Gestensteuerung unter Lion ist mit der MagicMouse grottig, zu schlecht auf den eigenen Bedarf einzustellen und führt zu dem Verlangen nach einem MagicTrackpad.
  • Launchpad ist ebenfalls ein matschig anzusehender Quark den man so gar nicht von Apple gewohnt ist. Man kann es nutzen, muss man aber zum Glück nicht. Da nutze ich lieber Spotlight und habe schnell das gewünschte Programm.
  • Nach fast jedem Neustart hat Spotlight nichts besseres zutun, als den Rechner neu zu indexieren, was bei dem ständig sich verabschiedenden Finder zu oft notwenig ist.
  • Der Rechner ist meines Erachtens nach insgesamt langsamer. Sicher, mein MacBookPro von Mitte 2009 ist nicht der Jüngste, reicht aber normalerweise vollkommen aus um zu entwickeln. Und genau das geht hier von Statten, es wird gearbeitet, nicht gespielt und die neuen Features, die für mich Rückschritte darstellen (Ein Mac ist kein iPad und ein iPad kein Mac) sind recht schnell durchgespielt, zumal sie sowieso nicht sonderlich erheiternd sind.
  • Kurz und knapp:

    Apple hat sich mit Lion wirklich nicht mit Ruhm bekleckert. Der Workflow, der mir bisher Zeit sparte und deswegen OS X so wertvoll machte, ist ständig durch Unzulänglichkeiten zerhackt. Durch die ständigen Neustarts, sprich die fehlende Stabilität versucht OS X sich die in Jahren mit Tiger und SnowLeopard gesparte Zeit zurückzuholen. Es wird wirklich Zeit, dass Apple schnell erkennt, dass der gewählte Weg der falsche ist. Dieses „Wir bringen die Goodies von iOS auf den Mac” ist genau das geworden, was ich bei der Vorstellung befürchtete. Unausgegorener Käse, der auf einem richtigen Computer nichts zu suchen hat. Under the Hood hat sich einiges getan, was sich aber durch den miserabelen Finder nicht an der Oberfläche zeigt und das Benutzererlebnis in den Keller katapultiert.

    Tschüss Lion, bis demnächst – denn Du wirst auf zwei anderen Rechnern Deine Arbeit verrichten müssen.

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    Hallo, mein Name ist Jeanot und bin der Urheber dieses Blogs. Ich schreibe über Themen die mich bewegen, oder aktuell interessieren. Sicherlich ergeben sich dabei Meinungen die nicht dem Mainstream entsprechen – aber auch nicht müssen. Als Programmierer befasse ich mich mit PHP und Java. Man könnte mich als Geek bezeichnen. Seit dem siebten Lebensjahr (geboren im Januar 1974 in Mainz) habe ich mit Computern und allem was dazugehört zu tun. Zwischenzeitlich lebe ich mit meiner Familie im Spessart.

    5 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

    1. Drei Punkte finde ich überflüssig bzw. kann ich nicht nachvollziehen: Beim Zugriff auf meinen Mac mini und die daran angeschlossene Platte hatte ich keine Probleme. Launpad muss man nicht nutzen, was du auch anmerkst – dann würde ich es erst gar nicht aufzählen (zumindest nicht als Grund für den Wechsel zurück zu Snow Leopard). Und zur Festplatte im Finder: Entweder über Gehe zu -> Computer (was man wissen sollte) oder in den Finder-Einstellungen unter Seitenleiste, Geräte einen Haken bei Festplatten setzen.

      Normalerweise hat man halt nichts außerhalb seines Benutzerverzeichnisses zu haben. Aber ich habe auch einiges direkt im Hauptverzeichnis der Platte und kann sie mit wenigen Klicks einblenden.

      • Du kannst die Punkte vielleicht dann nicht nachvollziehen, wir lassen das mal mit dem Launchpad aus, weil die Bugs bei Dir nicht auftauchen.
        Was den Finder und die Platte angeht, so denke ich nicht, dass man den Umweg über „Gehe zu -> Computer“ wissen muss, wenn normalerweise – wenn nicht wie in meinem Fall durch einen Bug verhindert – die Platten auf dem Desktop, respektive im Finder angezeigt werden (Häckchen war gesetzt:)). Finder zeigte mir eben nur den externen Krempel an, aber nicht die interne Platte.

    2. Recht hast du!
      Lion ist extrem langsam und buggy… da auch noch nach dem Update auf 10.7.2 vernünftiges arbeiten ist nicht möglich! Ich bin auch zurück zum Leoparden.. der läuft und ist um einiges stabiler

    3. Lion ist der letzte Schrott.

      Ausser minimale Neuerungen (Mail zweispaltig usw..) ist alles andere andere Müll. Mission Control (Cooler Name aber die letzte Sch..), Launcher (Kinderkram).

      ALles ist Lahm, Batterie hält kürzer.

      Apple ist seit Lion kein Betriebsystem für produktives Arbeiten mehr. Und für Mails lesen bracht man def kein Mac.

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