Die Sache mit dem Kartoffelschäler und dem iPad

Qualität hat für Firmen einen gewissen Nachteil; sind die eigenen Produkte zu gut, stagniert irgendwann der Absatz. Der Markt ist bedient. Dieses Problem hatte z.B. ein Haushaltsartikelhersteller der grandiose Kartoffelsparschäler herstellte, aber trotz begeisterten Kunden bemerken musste, daß der Absatz immer mehr wegbrach. Machen wir es kurz – irgendwann wurde der Kartoffelschäler in einer den Kartoffelschalen ähnlichen Farbe auf den Markt gebracht, was den Umsatz wieder ankurbelte, da fortan der Schäler auchmal mit den Schalen entsorgt wurde.

Eigentlich hat Apple mit den iPad-Nutzer der ersten Gerätegeneration ein ähnliches Problem. Das iPad der ersten Generation ist noch immer ein Produkt, was den Vergleich mit den neuen Android-Tablets und dem eigenen Nachfolger nicht wirklich zu scheuen braucht.

Jetzt wird an vielerlei Orten der inkompetente Mund aufgerissen und etwas von dualcore/quadcores von den Lippen gespult. Allerdings ist dies, in einem klar definierten Benutzerscope, einfach nur eines: Blödsinn!

Das Tablett ist noch immer noch extrem mobil, die Einsatzmöglichkeiten sind eher gestiegen und wenn hier und da ein bisschen die Geschwindigkeit der CPU fehlen sollte, so bringen einem 0,5 Sekunden mehr Rechenzeit nicht um. Will man mit dem Ding spielen, dann kann es eventuell anders aussehen. Die Kameras sind meines Erachtens kein Argument. Es gibt also keine Gründe für einen iPad-Besitzer der ersten Generation übermässig unglücklich zu sein – wenn man mal vom Display absieht, welches ja durch die 3. Generation geändert wurde.

Wie also muss Apple vorgehen, um den Leuten ein neues iPad schmackhaft zu machen?

Tja, ganz einfach:
iOS 6 wird es nur für iPads ab Generation 2 geben, das Ur-iPad bleibt aussen vor.
In Anbetracht dessen, daß das iPhone 3gs weiterhin seine Updates bekommt, ist das dahinterstehende Kalkül extrem offensichtlich. Anders bekommt man die Leute wohl nicht dazu, die neuen Geräteklassen sich zu kaufen. Wirklch übel darf man es Apple wohl aber auch wieder nicht nehmen, schliesslich will das Unternehmen – wie jedes andere auch – Geld verdienen und das bekommt man eben nur, wenn man seine Produkte verkauft.

Bevor nun Androidtablet-Nutzer aus irgendwelchen Löchern hervorgekrochen kommen: Bei Euch sieht die Situation um Faktoren schlimmer aus.
Für die, die sagen: „Kauf Dir doch einfach ein neues Tablett!”
Wieso? Das Ding macht was es soll, es gibt nicht wirklich einen Grund es zu ersetzen. Das Retinadisplay zieht ein wenig bei mir, okay. Jetzt, wo das OS nur den neuen Geräten zugestanden wird… zieht es noch mehr.

Vielleicht gibt es ja aus der Richtung des Jailbreaks eine Möglichkeit, weiterhin das System mit Updates zu füttern. In Hinblick auf die Sicherheit, wäre das nicht grade schön, wenn da nichts mehr kommen sollte.

Wie dem auch sei, sonderlich schön finde ich das Übergehen des iPad Version 1 nicht.

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Hallo, mein Name ist Jeanot und bin der Urheber dieses Blogs. Ich schreibe über Themen die mich bewegen, oder aktuell interessieren. Sicherlich ergeben sich dabei Meinungen die nicht dem Mainstream entsprechen – aber auch nicht müssen. Als Programmierer befasse ich mich mit PHP und Java. Man könnte mich als Geek bezeichnen. Seit dem siebten Lebensjahr (geboren im Januar 1974 in Mainz) habe ich mit Computern und allem was dazugehört zu tun. Zwischenzeitlich lebe ich mit meiner Familie im Spessart.

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