Die „political Correctness“

Beginnen wir diesen Artikel mit einem Bekenntnis, ich bin ohne ein solches, also ohne Bekenntnis. Ich glaube an mich, nicht an die katholische Kirche, nicht an die evangelische Kirche und auch nicht an irgendwelche Ismen. Ich glaube alleine an mich und damit bin ich auch ziemlich ausgelastet – schliesslich habe ich in den letzten Jahren einige Kilos zugenommen.

In diesem unserem Lande, so wie Helmut Kohl damals immer zum Besten gab, bekommen wir oft recht harte Klötze vor die Augen geworfen.
Da wird verdenglischt (also eine Form von Deutsch und Englisch gemischt) und da werden neue Wortkreationen aus den Tasten gehauen („verdenglisch” ist eine davon:)) die einem die Augen bluten lassen. Recht angesagt momentan, neben dem ständigen Einsatz von irgendwelchen englischen Worten die gar nicht in den Satz fitten, ist das Verändern von jahrhundertealten Bezeichnungen. Da wird frisch, fromm, fröhlich verformt, um irgendwelchen Personengruppen nicht zu nahe zutreten, denen diese Bezeichnung in etwa die Distanz zwischen unserer Erde und Beteigeuze am Arsch vorbeigeht.

Entgegen der – so hoffe ich zumindest – eigentlichen Intention, nämlich die Personengruppen zu schützen, eine höhere Akzeptanz für die Feste anderer Religionen und Völker zu schaffen, ergiessen sich ölfeldergrosse Massen an eben diesem schwarzen Goldes auf den erhitzten Gemütern der Deutschen. Die Deutschen gehen plötzlich am Stammtisch und auf Facebook auf die Barrikaden weil sie die heiligen Feste in Gefahr sehen. Oftmals liegt der Protestschrei auch nur im Unvermögen begründet Artikel von vorne bis hinten zu lesen und zu verstehen.

Vielleicht sollten die Verantwortlichen die sich an den Namensänderungen betätigen eher um sinnvollere Dinge kümmern. Die Leute sollten einfach akzeptieren, dass der Berliner ein Berliner und Krapfen ist, die Zigeunersosse eine Zigeunersosse und die Fleischwurst eine Fleischwurst und keine Wurst mit Fleischmigrationshintergrund. Hinzukommend, sind wir ehrlich, klingt Sonne-Mond-und-Sterne-Fest nicht wahrlich so, als würde es aus dem Munde eines Grenzdebilen stammen?

Übrigens – diese Änderungen entstammen nicht aus dem Munde von irgendwelchen Ausländern, sondern aus den Mündern von übersensibilsierten Deutschen, die es möglichst jedem Recht machen wollen und dadurch mehr falsch als richtig machen. (Die Kindertagesstätte Leimenkaut im Taunus hat unseren ausländischen Mitbürgern mit ihrer Aversion gegen St. Martin und der Umbenennung in Sonne-Mond-und-Sterne-Fest wahrlich keinen Gefallen getan. Wie sich rausgestellt hat, war es ja nur eine Zeitungsente und die Umbenenner des Festes waren dann Eltern. Da haben sich dann auch gleich mehrere Zeitungen eingefunden, voneinander mehr oder weniger abzuschreiben – bedauerlicher Journalismus heute.)

Leute, seid einfach so tolerant wie ich, schliesslich sind wir alle Zweibeiner und das gefährlichste Säugetier der Welt.

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Hallo, mein Name ist Jeanot und bin der Urheber dieses Blogs. Ich schreibe über Themen die mich bewegen, oder aktuell interessieren. Sicherlich ergeben sich dabei Meinungen die nicht dem Mainstream entsprechen – aber auch nicht müssen. Als Programmierer befasse ich mich mit PHP und Java. Man könnte mich als Geek bezeichnen. Seit dem siebten Lebensjahr (geboren im Januar 1974 in Mainz) habe ich mit Computern und allem was dazugehört zu tun. Zwischenzeitlich lebe ich mit meiner Familie im Spessart.

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