Dafür verwende ich mein iPad…

Nachdem bezüglich des iPads einige Hits entstanden sind, denke ich mir es wäre sinnvoll, ein wenig mehr über die Verwendung des iPads zu schreiben.
Interessanterweise kann man auch auf dem iPad der ersten Generation (könnte man bitte die Bezeichnung „Classic“ verbannen? Die ist einfach nur käsig!) ebenfalls GarageBand verwenden, was erneut ein Argument zum Wechseln auf die zweite Generation im Keim vernichtet.

Garageband
Garageband, mal am Rande erwähnt, ist ein Programm, was Euch einige Tage/Wochen/Monate unterhalten kann. Wenn Ihr nicht grade Musikaffin seid, Garageband könnte es gar schaffen, dass sich das ändert. Die Investition von unter fünf europäischen Euronen ist auf alle Fälle besser, als sie in irgendwelche iOS-Spiele zu verblasen, die nach 3 Stunden Spielzeit in die Ecke fliegen.

Kommen wir zur Verwendung meines iPads. Die häufigste Applikation, die ich verwende ist…

Air Video
tada, Air Video.
Air Video ermöglicht es Euch, auf Eurem iPad die Videos zu schauen, die ihr auf Eurem Rechner (Windows/Mac) liegen habt. Ja, AirVideo versteht auch AVIs, MPGs und andere Formate. Somit ist AirVideo nicht so beschränkt wie die Softwaeprodukte von Apple (AppleTV versteht im normalen Zustand ja auch keine AVIs). Um AirVideo zu nutzen, installiert Ihr auf Eurem Rechner den Air Video Server (der im Hintergrund seinen Dienst verrichtet) und gebt nur noch die Verzeichnisse an, in denen Eure Videos zu finden sind. Auf dem iPad könnt ihr nun durch die freigegebenen Verzeichnisse springen und das gewünschte Video anklicken. Dabei wird dann, on the fly, das Video in ein anzeigbares Format für das iPad gewandelt und zwar beim Ansehen des Videos auf dem iPad. Das läuft erstaunlich gut. Seit Monaten habe ich keinen Fernsehsender konsumiert und im Bett, mit Frau an der Seite, reichen die knapp 10 Zoll des iPads absolut aus. Da man an das iPad der ersten Generation ebenfalls diesen HDMI-Adapter klopfen kann, wäre es dadurch möglich, das iPad als Abspieldevice für Videos an der Buntglotze zu verwenden. Hier kommen dann 720 und kein FullHD raus, aber… was soll’s? Meine Prioritäten liegen eben anders:).

VNC über das iPad mit dem Mac


iTeleport
Die zweite A nwendung, VNC!
Es gibt mehrere VNC-Programme die durchaus etwas taugen. Wer nicht weiss, was VNC ist: mit VNC kann man seinen normalen Rechner, seinen Server, seine Frau (nee, doch nicht!) fernsteuern. Das mache ich inzwischen sehr oft und umgehe somit auch das Flashproblem, muss dabei auf Ton allerdings verzichten. Sitze ich also, wenn das Wetter wieder besser wird, im Garten und muss irgendetwas auf meinem Rechner machen, connecte ich mich per VNC auf diesem und arbeite somit über mein iPad auf dem PC. Grade in dieser Disziplin ist mir der DualCore des neuen iPad2 schnurzpiepegal, schliesslich habe ich die Rechenpower des anderen Rechners. Addiert man nun hinzu, dass die Bluetooth-Tastatur mit dem iPad zu connecten ist, hat man einen fast vollwertigen Rechner, welcher nur ein wenig durch die Mausemulation nervt.
Nachdem ich nun einige Programme durchprobiert habe, bin ich immer wieder bei iTeleport hängen geblieben, welches für mich den angenehmsten Workflow besitzt.

Die dritte Anwendung,
PDFs und mehr... GoodReader, besser als Apples iBooks
GoodReader!
Vor dem iPad hatte ich mehrere eInk-Devices um meine, im PDF-Format vorliegenden Bücher, zu lesen. Drei Bücher habe ich auf den eInk-Devices durchgelesen, der Rest war Fachliteratur die man nicht umbedingt von A bis Z durchliest (so spannend ist es dann doch nicht, dass der Author des Buches sich bei seiner Frau, seinem Hund und dem Pizzalieferant bedankt, weil diese ihm so toll geholfen haben, das Buch zu ermöglichen). Grade die Fachliteratur machte auf den eInk-Devices nicht wirklich Spass, ein 5″-Display ist dafür auch nicht wirklich geeignet. Bei meinem iPad werden die PDFs ordentlich, lesbar angezeigt. Ein wenig mehr Schärfe würde aber dem iPad (egal ob erste oder zweite Generation) recht gut zu Gesicht stehen, weswegen von vielen der Umstieg auf iPad2 nicht in Betracht gezogen wird, weil sich grade im Bezug auf das Display (Stichwort: Retinadisplay auf dem iPad) nichts änderte.

Kommen wir wieder zum Goodreader. Goodreader ermöglicht es darüberhinaus, bei den PDFs Lesezeichen zu setzen und Markierungen sowie Notizen hinzu zufügen, welches erst dann, wenn man diese Funktion zu schätzen lernt, wirklich Sinn macht. Notizen sind natürlich eher etwas für die genannte Fachliteratur als für den Jules Verne, der den Kurier des Zaren blenden lässt. Das Blättern geht extrem schnell, selbst Wälzer mit > 500 Seiten sind für Goodreader kein Problem und… schonmal in einem Buch gesucht? Natürlich! Mit dem iPad geht es u.U. um einiges schneller. Ich kann GoodReader einfach nur ans Herz legen, er ist um Längen besser als das von Apple gelieferte iBooks. Natürlich geht die angenehme Haptik eines Buches, welches aus Papier besteht, verloren. Mit einem DodoCase gewinnt man ein wenig dieser Haptik zurück, bringt es einem doch die Eleganz der Moleskine-Buchs zum iPad. Dennoch möchte ich meine echten Bücher nicht missen, diese nehmen aber zuviel Platz weg und ab Summe > 1000 fehlt irgendwann genau dieser… Platz!

Noch eine App:

Reeder, perfekt für RSS-Feeds

Reeder, perfekt für RSS-Feeds


Reeder!
Reeder ist wirklich eine feine Applikation, die RSS-Feeds auf das iPad bringt. Wer gerne Blogs konsumiert, macht mit Reeder nichts falsch. Programmiert in einem Kaffee, welches wie ein Magnet auf Programmierer zu wirken scheint.

Pocketinformant Agenda im Querformat
PocketInformant
Diese paar Apps machen das iPad bereits zu einem echten Arbeitsgerät, alle anderen Applikationen, abgesehen von Atomic, der bei mir den eingebauten Safari ersetzte, werden nicht so häufig von mir genutzt. PocketInformant, welche ich noch von meiner PocketPC-Zeit her schätzen lernte, hat auch auf das iPad seinen Weg gefunden. Syncronisiert wird mit einem Googleaccount, sodass man am Ende seine Termine auf dem Rechner und dem iPad syncron hat.

Es gibt noch weitere sinnvolle Applikationen, welche den Weg auf das iPad fanden – aber das hier ist schliesslich nicht der letzte Blogbeitrag von mir.

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Hallo, mein Name ist Jeanot und bin der Urheber dieses Blogs. Ich schreibe über Themen die mich bewegen, oder aktuell interessieren. Sicherlich ergeben sich dabei Meinungen die nicht dem Mainstream entsprechen – aber auch nicht müssen. Als Programmierer befasse ich mich mit PHP und Java. Man könnte mich als Geek bezeichnen. Seit dem siebten Lebensjahr (geboren im Januar 1974 in Mainz) habe ich mit Computern und allem was dazugehört zu tun. Zwischenzeitlich lebe ich mit meiner Familie im Spessart.

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